0:7 gegen Landsberg: Hagen und Sikorski verletzt

Möglichst lange „zu null“ spielen hatte EVP-Trainer Stan Mikulenka von seinen Cracks verlangt. Vielleicht haben sie das falsch verstanden, denn torlos blieben sie nur im Angriff. Keine Frage: Man kann gegen einen Spitzenreiter vom Format eines HC Landsberg verlieren, dennoch war für den Coach klar: „Es muss sich vieles verbessern.“ Dass Stefan Hagen (Nasenbeinbruch) und Daniel Sikorski (Knieverletzung) möglicherweise länger ausfallen, macht das nicht einfacher.

Die eigentliche Meisterleistung hatte der EVP schon vor dem Anpfiff abgeliefert, war es ihm doch dank zahlreicher Helfer in zwei Nachtschichten gelungen, rechtzeitig zur Heimpremiere eine Eisschicht ins sonnendurchflutete Freiluftstadion zu zaubern. Am Nachmittag glich das Oval zwar noch einem See, doch beim um eineinhalb Stunden verschobenen Anpfiff herrschten optimale Bedingungen.

Auch wenn die vom Trainer Stan Mikulenka ausgegebene Marschroute, das Tor mit einer defensiven Spielanlage möglichst lange sauber zu halten, schon nach 130 Sekunden mit der Führung der Gäste durchkreuzt war, so zeigten die Ice Dogs vor 268 Zuschauern doch deutlich mehr Laufbereitschaft und Einsatzwillen als bei den bisherigen Auswärtspartien. Der Treffer von Mika Reuter fiel aus dem einem Gewühl vor dem EVP-Tor heraus, als es dritte Reihe versäumte, den Puck konsequent aus der Gefahrenzone zu befördern.

In der Folge schienen sich die Gastgeber ganz gut auf die Riverkings eingestellt zu haben, hatten diese doch erst wieder in der 8. Minute eine nennenswerte Chance, die aber Bohumil Slavicek im direkten Duell mit dem Pegnitzer Keeper Julian Bädermann vergab. Eine anschließende Strafe gegen Nikolai Pleger überstanden die Mikulenka-Schützlinge zwar, doch drei Sekunden später besorgte Markus Kerber das zweite Landsberger Tor.

Wegen der defensiven Pegnitzer Grundeinstellung spielte sich das Geschehen weitgehend auch in deren Drittel ab, lediglich bei zwei Überzahlsituationen konnten sie sich aussichtsreiche Chancen erarbeiten. Ansonsten war in vielen Situationen noch die mangelne Abstimmung und die Ungenauigkeit im Passspiel augenfällig, kein Wunder, bei den vergleichsweise dürftigen Trainingsbedingungen im Vorfeld.

Ende des ersten und zu Beginn des Mitteldrittels hatte der EVP, der bis auf Aleksandrs Kercs (gesperrt) und Johannes Runge (krank) komplett begonnen hatte, im Powerplay die Möglichkeit, Ergebniskosmetik zu betreiben und so vielleicht Selbstvertrauen zu tanken. Aber es gelang nicht einmal ein ordentlicher Spielaufbau. Wie man Überzahlsituationen nützt, zeigten die Riverkings zwei Minuten später, als sie erneut durch Slavicek erfolgreich waren.

Mit zunehmender Spielzeit eröffneten sich zunehmend auch den Mannen um Kapitän Sergej Hausauer Chancen, doch es fehlt ganz einfach ein Knipser. Vielleicht hätten es die erfahrenen Haudegen auch einmal mit Schlagschüssen probieren wollen, doch nicht nur hier blieben sie hinter den Erwartungen zurück.

In der zweiten Drittelpause häuften sich die Probleme bei den Gastgebern. Die Zamboni-Maschine streikte, die Kühlanlage lief auf Störung und so musste ohne Eisaufbereitung weitergespielt werden. Und es kam noch schlimmer: Nach Stefan Hagen, der in der 12. Minute nach einem Check an der Bande schon mit einem komplizierten Nasenbeinbruch ausgeschieden war, musste nun auch Daniel Sikorski nach einem Schlag gegen sein Knie vorzeitig in die Kabine. Beide werden auf jeden Fall gegen Passau fehlen.

Landsberg schaltete nun zwar auf den Ergebnis-Verwaltungsmodus und schonte sich sichtlich, trieb das Ergebnis mit einem Endspurt in den letzten Minuten aber doch noch auf 0:7. Die Ice Dogs mühten sich zwar redlich, aber es fehlten ihnen in allen Belangen die Mittel, um gegen den weiter verlustpunktfreien Tabellenführer etwas ausrichten zu können. Das Fazit: Trainer Mikulenka hat viel Arbeit vor sich.

Die Torfolge: 0:1 (3.) Reuter/Maier/Fischer, 0:2 (10.) M. Keber/Gäbelein, 0:3 (23.) Slavicek/St. Kerber (5 gegen 4), 0:4 (30.) Fischer/Maier/Schedlbauer, 0:5 (53.) Slavicek/Menge/Geisberger, 0:6 (54.) M. Kerber/Sturm, 0:7 (59.) GeisbergerSlavicek (4 gegen 3).

Strafen: EVP 20, HCL 16 Minuten.

Bericht und Bild: Richard Reinl

HAUPTSPONSOR

EV Pegnitz

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