3:2 nach Verlängerung: EVP gab “rote Laterne” ab

Nach einem Kampf auf Biegen und Brechen holte sich der EV Pegnitz mit einem 3:2-Erfolg in der Verlängerung zwei wichtige Zähler gegen einen ebenbürtigen EC Pfaffenhofen und gab damit die “rote Laterne” an die Wanderers Germering ab. Den entscheidenden Treffer erzielte Christof Mendel.

“Wir wollen Euch kämpfen sehen, wir wollen Euch siegen sehen” sangen die Supporters des EVP, wohl wissend, dass ihre Mannschaft dringend Erfolgserlebnisse braucht, um vom Tabellenende wegzukommen. Die Voraussetzungen waren gut, konnte doch Pegnitz, das unter der Woche drei Mal auf eigenem Eis trainierte, bis auf Ralf Skarupa in Bestbesetzung antreten. Allerdings war deutlich zu merken, dass auch Pfaffenhofen in das gesicherte Mittelfeld vordringen will. So gingen beide Teams engagiert zu Werke, ohne dass sich eine Seite zunächst sichtbare Vorteile hätte verschaffen können. Was auf das Tor kam, war eine sichere Beute der Torhüter Julian Bädermann und Philipp Hähl.

In der 6. und in der 11. Minute agierten die Ice Dogs nach Strafzeiten für die Ice Hogs sogar in Überzahl. Der Spielaufbau war dabei zwar gegenüber der Heimpremiere vor Wochenfrist deutlich verbessert, zwingende Torchancen allerdings eröffneten sich trotzdem nicht, von einem Gestocher vor dem ECP-Tor abgesehen. Mit zunehmender Spieldauer kam Pegnitz besser auf Touren. So tankte sich Michael Kuhn (14.) durch die gesamte Pfaffenhofener Abwehr, ehe er im letzten Moment scheiterte, und Sergej Hausauer (18.) legte überlegt für Aleksandrs Kercs auf, der allerdings sein Visier noch nicht richtig justiert hatte.

Das Mitteldrittel begannen die Gäste in Überzahl, als Kercs für zwei Minuten in die Kühlbox musste. Dies war ein gefundenes Fressen für den Kanadier Micheal Chemello, der Bädermann schon nach nur 15 Sekunden Powerplay mit einem Nachschuss das Nachsehen gab. Die Ice Dogs antworteten mit wütenden Angriffen und wurden fünf Minuten später mit dem Ausgleich belohnt, erzielt durch den Letten Kercs, bei dem Licht und Schatten in Form von Scorerpunkten und Strafzeiten wechselten.

Jetzt gab der Coach Mark Gerstner die Devise aus, jede Scheibe auf das gegnerische Tor zu bringen und aus allen Lagen zu schießen. Eine Strafe gegen die Ice Hogs konnte dabei zwar noch nicht genützt werden, doch als die Gastgeber in der Schlussphase den Druck erhöhten und den ECP in dessen Drittel einschnürten, gelang Sven Adler nach einer schönen Kombination mit Hausauer und Kercs die vielumjubelte Führung.

Weil das Eis nach der Aufbereitung zu weich war, ging es mit Verzögerung in das Schlussdrittel, in dem die Oberbayern mit aller Macht auf den Ausgleich drängten. Aber selbst bei zwei Hinausstellungen gegen Mendel und Kercs gelang das zunächst nicht. Kurz vor dem letzten Wechsel war es dann aber soweit: Luis Seibert sorgte dafür, dass plötzlich wieder alles offen war. Obwohl Pfaffenhofen gegen Ende der regulären Spielzeit noch einmal vier Minuten mit einem Mann mehr agieren durfte, stemmte sich Pegnitz erfolgreich gegen eine drohende Niederlage.

Auch in der Verlängerung sorgten weitere Strafzeiten für wechselnde Vorteile hüben und drüben. Aber die Ice Dogs wollten unbedingt gewinnen und hatten schließlich das Glück des Tüchtigen, als Daniel Sevo in der 63. Minute an der blauen Linie den Hammer auspackte und Christof Mendel den Abpraller im ECP-Gehäuse versenkte. So waren zwar nicht die volle Ausbeute, aber wenigstens zwei wichtige Punkte unter Dach und Fach. Michael Chemello und Sven Adler wurden zu den besten Spielern des Abends gekürt, Patrick Landsdorfer kassierte nach dem Schlusspfiff noch eine zehnminütige Disziplinarstrafe wegen Reklamierens.

Die Torfolge: 0:1 (23.) Chemello/Neubauer (5 gegen 4), 1:1 (28.) Kercs/Hausauer/Adler, 2:1 (39.) Adler/Hausauer/Kercs, 2:2 (50.) Seibert/Landstorfer/Birk, 3:2 (63.) Mendel (4 gegen 3).

Strafen: EVP zwölf, ECP zwölf plus zehn Minuten für Seibert.

Bericht und Foto: Isi Reinl

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