Mit 10:0-Kantersieg war Kempten noch gut bedient

Mit einem auch in der Höhe verdienten 10:0-Kantersieg beendeten die Ice Dogs die letzten Hoffnungen des ESC Kempten, vielleicht doch noch in die Bayernliga aufzusteigen. Kuhn, Benak, Vlach und Rakonic (je 2) sowie Kracht und Kercs erzielten die Pegnitzer Treffer.

EV Pegnitz – ESC Kempten 10:0 (4:0/3:0/3:0) – Befreit von allen Sorgen um den Klassenerhalt schalteten die Ice Dogs vom Anpfiff weg auf den Powerplay-Modus und schnürten so den Landesligisten Kempten über weite Phasen in dessen Drittel ein. Eine erste Strafe gegen die nur mit zehn Feldspielern angereisten Gäste konnte der EVP nicht nutzen, doch kurz danach stellte Michael Kuhn mit zwei Treffern in Unterzahl binnen einer Minute die Weichen frühzeitig auf Sieg. Und weil es so schön war, erhöhte Vaclav Benak auf 3:0, als Pegnitz wieder einen Spieler weniger auf dem Eis hatte.

Als die Allgäuer somit schon ihrer letzten theoretischen Aufstiegschancen beraubt waren, kamen sie in Überzahl doch sporadisch vor das Gehäuse von Julian Bädermann, ohne diesen allerdings in Verlegenheit bringen zu können. Pegnitz dagegen kombinierte und stürmte weiter mit großer Spielfreude und stellte so die nur mit drei etatmäßigen Verteidigern ausgestattete ESC-Abwehr serienweise vor größte Probleme. Immer wieder musste Keeper Fabian Schütze im direkten Duell gegen durchgebrochene EVP-Stürmer retten. Während der Kemptener Coach Andreas Becherer auf der Bank dem Herzinfarkt nahe schien, spornte Josef Hefner seine Mannen an, noch mehr aus allen Rohren zu schießen. Aleksandrs Kercs erhörte ihn und erhöhte in Überzahl auf 4:0.

In der Hoffnung auf ein Schützenfest stürmten die Ice Dogs auch im Mitteldrittel gegen die hoffnungslos überforderten Sharks munter weiter. Benak erhöhte zwar schon nach zwei Minuten auf 5:0, doch in der Folge ließen die Gastgeber mitunter die letzte Konsequenz in der Chancenverwertung vermissen. Im Katz- und-Maus-Spiel versuchte jeder, sich in die Torschützenliste einzutragen. Zwangsläufig ergaben sich dadurch auch Konterchancen für die Gäste, doch die ansonsten so torgefährlichen Corey Pawley oder Tobias Epp fanden, vielleicht auch konditionell überfordert, kein Mittel gegen die EVP-Abwehr.

Nach dem 6:0 durch Pierre Kracht wechselte Kempten den Torwart, doch auch Martin Niemz konnte nicht verhindern, dass Daniel Vlach kurz vor der zweiten Pause nach schöner Vorarbeit von Benak und Kuhn zum 7:0 einschob.

Während der ESC-Coach auf der Bank bis zuletzt mit dem Taktik-Brett arbeitete, um vielleicht doch noch zum Ehrentreffer zu kommen, ging es bei den Ice Dogs nur noch um die Hähe des Siegs. Vlach, der zum Spieler des Abends gewählt wurde, und Benjamin Rakonic mit seinen zwei ersten Toren für den EVP schraubten das Ergebnis schließlich auf 10:0, mit dem die Gäste sogar noch gut bedient waren. Wie vorher Bädermann hielt auch der im Schlussdrittel eingewechselte Maximilian Müller seinen Kasten sauber.

Torfolge: 1:0 (6.) Kuhn/Vlach (4 gegen 5), 2:0 (7.) Kuhn/Benak (4 gegen 5), 3:0 (10.) Benak/Vlach/Hagen, (4 gegen 5), 4:0 (14.) Kercs/Kracht/Krieger (5 gegen 4), 5:0 (22.) Benak/Kuhn/Vlach, 6:0 (33.) Kracht/Zeilmann, 7:0 (39.) Vlach/Benak/Kuhn, 8:0 (50.) Vlach/Hagen/Benak, 9:0 (55.) Rakonic/N. Pleger/Hörl, 10:0 (60.) Rakonic/N. Pleger/Hörl.

Strafen: Pegnitz acht plus zehn Minuten Disziplinarstrafe für Benak, Kempten acht Minuten.

Bericht und Foto: Isi Reinl

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EV Pegnitz

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