59 Minuten Aufholjagd reichten EVP nicht zum Sieg

Selbst 59 Minuten Aufholjagd reichten dem EV Pegnitz im Keller-Duell nicht zum Sieg. Die EA Schongau, die schon nach 51 Sekunden in Führung gegangen war, agierte einfach cleverer und setzte ihre Nadelstiche jeweils mitten in Drangphasen der Ice Dogs. Letztendlich fiel aber die 3:7-Niederlage zu hoch aus.

Die Mammuts hatten ihre Probleme mit diesem Nachholtermin. Zum einen fehlten mit Lukas Müller (verletzt) und Daniel Blankenburg(beruflich verhindert) gleich zwei Torhüter. Mit Simon Fend und Tobias Maier waren zudem zwei Stammspieler gesperrt. Trotzdem konnte Trainer Roman Mucha 16 Cracks aufbieten, genausoviele wie Josef Hefner, der auf Darnell Pruett, Patrick Fritz und Johannes Seidinger verzichten musste. Dafür half in der Verteidigung Daniel Krieger aus, nachdem die Nürnberg Ice Tigers, bei denen er als Zeugwart engagiert ist, spielfrei waren.

Nach nur 51 Sekunden lag der EVP aber nach all den guten Vorsätzen für das Keller-Derby schon wieder zurück, als sich die erste Garnitur von den Gästen überrumpeln ließ. Die Ice Dogs ließen sich dadurch aber nicht schocken und schon im Gegenzug konnte Aleksandrs Kercs nur mit einem penalty-würdigen Foul gebremst werden. In der Folge sahen die rund 100 Fans eine rassige Partie, in der die EAS mehr Spielanteile hatte, Pegnitz aber bei Kontern durchaus auch zu Chancen kam. Hüben wie drüben brachten die Keeper die Stürmer regelrecht zur Verzweiflung und so dauerte es bis zwei Minuten vor Schluss, ehe Sven Adler den nicht unverdienten 1:1-Ausgleich erzielte.

Die Freude darüber währte allerdings nicht lange, legten doch die Gäste nach fünf Minuten im Mitteldrittel erneut vor. Anders als erwartet, schien dieser erneute Rückstand die Ice Dogs sogar zu beflügeln. In Serie nahmen sie den EAS-Schlussmann Bastian Hohenester unter Beschuss, brachten aber die Scheibe nicht über die Linie. Es kam, wie es kommen musste: Wer vorne keine Tore schießt, kassiert sie hinten und so erhöhte Schongau auf 1:3. Die Schwarz-Gelben überliefen die EVP-Abwehr immer wieder und wirkten effektiver im Abschluss, nicht zuletzt wegen ihrer platzierten Weitschüsse. Kurz nach Ablauf eines Powerplay kamen die Hefner-Schützlinge durch Roman Navarra auf 2:3 heran, doch bis zur zweiten Pause stellte der Vorletzte mit dem 2:4 wieder einen Zwei-Tore-Abstand her.

Im Schlussabschnitt wollten es die Ice Dogs wissen, als sie schon nach 90 Sekunden durch Aleksandrs Kercs auf 3:4 verkürzt hatten. Sie trugen Angriff um Angriff vor, ergingen sich dabei aber all zu oft in Einzelaktionen, die an der stabilen EAS-Abwehr abprallten. Als die Gäste mitunter allzu rustikal verteidigten, haderten die Pegnitzer mit dem Schiedsrichtergespann, ließen sich dadurch aus der Fassung bringen und kassierten prompt das 3:5. Ein Doppelschlag zum 3:7-Endstand besiegelte schließlich die inzwischen 17. Saisonniederlage.

Die Torfolge: 0:1 (1.) Jänichen/Muzik, 1:1 (18.) Adler/Hagen/T. Schwarz, 1:2 (25.) Muzik, 1:3 (32.) Turner, 2:3 (35.) Navarra/T. Schwarz/Adler, 2:4 (39.) Hpözmann/Turner, 3:4 (42.) Kercs/Kuhn, 3:5 (49.) Müller/Jänichen, 3:6 (56.) Müller/Holzmann, 3:7 (57.) Muzik/Müller.

Strafen: EVP acht, EAS zehn Minuten.

Bericht: Isi Reinl, Bild: EV-Pegnitz

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