Auch Ice Dogs konnten Dauersieger Klostersee nicht stoppen

Es kam, wie es kommen musste: Auch der EVP konnte den seit zwei Jahren ungeschlagenen EHC Klostersee nicht bremsen und musste nach einem noch weitgehend ausgeglichenen Drittel schließlich eine deutliche 3:7-Niederlage quittieren, weil die Ice Dogs die Grafinger Torjäger Bob Wren und Andreas Persson zu keiner Zeit in Griff bekamen. Zu allem Überfluss kassierte Daniel Krieger auch noch eine Spieldauersperre.

EHC Klostersee – EV Pegnitz 7:3 (1:1/3:0/3:2) – Die Ice Dogs waren gut beraten, betont defensiv in diese Partie zu gehen gegen eine Mannschaft mit Oberliga-Niveau, die seit über 50 Punktspielen nicht mehr verloren hat. Wie erwartet startete Klostersee sehr stürmisch und als Nikolai Pleger nach drei Minuten auf die Strafbank musste, brachte Philipp Quinlan, der für München, Hannover, Rosenheim und Bietigheim schon hochklassig bis hinauf zur DEL gespielt hat, die Grafinger in Führung. Bei besserer Chancenverwertung hätte der EHC in der Folge diesen Vorsprung durchaus höher gestalten können. Pegnitz allerdings zeigte sich in dieser Phase dennoch unbeeindruckt, hielt gut dagegen und glich ebenfalls in Überzahl durch einen Konter von Daniel Krieger kurz vor der Pause aus, wobei die Hausherren allerdings Zweifel anmeldeten, ob die Scheibe die Torlinie tatsächlich überquert hatte.

Nach diesem knappen Zwischenergebnis forcierten die Münchner Vorstädter im Mitteldrittel das Tempo weiter. Jetzt kamen die Ice Dogs mächtig unter Druck und Julian Bädermann hatte als „Turm in der Abwehr“ alle Hände voll zu tun. Dazu gingen beide Seiten mehr auf den Körper und handelten sich so serienweise Strafzeiten ein. Gegen die massierte Klosterseer Qualität war die EVP-Abwehr zunehmend überfordert und so schraubte der Tabellenführer und Top-Aufstiegsaspirant das Ergebnis binnen zehn Minuten auf ein vorentscheidendes 4:1. Torschützen waren die beiden Eigengewächse Maximilian Merz und Gennaro Hördt sowie der ehemalige NHL-Profi Bob Wren auf Zuspiel des Schweden Andreas Persson, der auch das 1:0 schon vorbereitet hatte.

In umgekehrter Reihenfolge stellten Persson und Wren mit dem 5:1 zu Beginn des Schlussabschnitts die Weichen endgültig auf Sieg für Klostersee. Der Schwede hat dabei einen Abpraller von einem Pegnitzer Verteidiger im direkten Duell mit dem Keeper eiskalt verwandelt, Um Bädermann zu schonen wechselte Trainer Josef Hefner jetzt Maximilian Müller ein.

Die nächsten Akzente allerdings setzten die Schiedsrichter, als sie Daniel Krieger wegen eines vermeintlichen Kniechecks mit einer Spieldauerstrafe vorzeitig unter die Dusche schickten. Die damit verbundenen fünf Minuten Strafzeit nützte der Landesligist gleich mit zwei Powerplaytoren zum 7:1. Dass Aleksandrs Kercs mit einem Sololauf 13 Sekunden danach und Pierre Kracht nur eine weitere Minute später auf 7:3 verkürzten, war aber nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Torfolge: 1:0 (5.) Ph. Qinlan/Persson/Wren (5 gegen 4), 1:1 (19.) Krieger/Hausauer/Kercs (5 gegen 4), 2:1 (24.) Merz, 3:1 (27.) Wren/Persson/Ph. Quinlan, 4:1 (33.) Hördt/Kaefer/Engel, 5:1 (43.) Persson/Wren, 6:1 (45.) N. Quinlan(Persson/Wren (5 gegen 4), 7:1 (50.) Wren(Kaller/Persson (5 gegen 4), 7:2 (50.) Kercs/Hausauer, 7:3 (51.) Kracht/Kuhn (4 gegen 5),

Strafen: Klostersee 20, EVP 22 plus fünf Minuten plus Spieldauersperre für Krieger.

Bericht: Isi Reinl, Foto: Renate Lorenz-Wich

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