Bravourleistung des EVP: 4:1-Sieg über den EV Füssen

Respekt vor der Arbeit von Trainer Josef Hefner: Nach sieben Niederlagen in Serie haben die Ice Dogs gegen den EV Füssen, der zuletzt dem Spitzenreiter Höchstadter EC die erste Saisonniederlage beigebracht hatte, einen hochverdienten 4:1-Erfolg gefeiert. Die Fans waren nach dem besten Spiel der Saison aus dem Häuschen.

Eigentlich wollte der EVP mit einem zweiten Kontingentspieler in den Abstiegskampf gehen. Doch die Zuschauer warteten vergeblich auf den im Stadionheft schon euphorisch begrüßten 40-jährigen David Hruska. Wie in den NN berichtet, hatte Sokolov dem fünffachen tschechischen Meister und 800-fachen Extraligastürmer in allerletzter Sekunde die Freigabe verweigert. So geht bei den Ice Dogs die Suche nach einem zweiten Ausländer wieder von vorne los.

Wer unter diesen Vorzeichen – es fehlten auch noch Daniel Sevo und Sergej Hausauer – ein Debakel gegen den Höchstadt-Bezwinger erwartet hatte, rieb sich die Augen. Die Schützlinge von Josef Hefner hielten gegen die furios anrennenden Gäste, die unter anderem auf Lukas Hruska, Lubos Velebny und Ron Newhook verzichten mussten, wacker mit und sorgten so für einen offenen Schlagabtausch. Der dritten Reihe blieb es vorbehalten, mit der 1:0-Führung für die erste Überraschung zu sorgen. Nach schöner Kombination mit Sven Adler und Michael Kuhn gab Carsten Hörl dem EVF-Keeper Benedikt Hötzinger das Nachsehen. Obwohl die Oberbayern wütend auf den Ausgleich drängten, spielte Pegnitz diszipliniert weiter und rettete den Vorsprung in die Pause, obwohl ab der 15. Minute Sven Adler verletzt fehlte.

Dieses Erfolgserlebnis aus dem ersten Drittel gab Pegnitz Auftrieb. Die Mannschaft zeigte sich auch nach der Pause höchst konzentriert, bremste den Füssener Spielaufbau mit konsequentem Forechecking und erarbeitete sich so weitere Chancen, nicht nur für die Paradereihe, in der jetzt Ralf Skarupa als Adler-Ersatz an die Seite von Pierre Kracht und Aleksandrs Kercs gerückt war. Der Lohn blieb nicht aus. Wieder war Michael Kuhn beteiligt, der eine Vorlage von Kracht zum 2:0 verwertete und schließlich zum Spieler des Abends avancierte.

Die Ice Dogs imponierten in dieser Phase mit einer sicheren Verteidigung und enormer Lauffreude, so dass die Oberbayern kaum ein Durchkommen fanden. In der 31. Minute jubelten sie zwar, doch die Schiedsrichter ließen weiterspielen und so konnte EVP-Keeper Julian Bädermann seinen Kasten auch in diesem Durchgang sauber halten.

Im Schlussdrittel erhöhte Füssen noch einmal die Drehzahl und setzte die Ice Dogs massiv unter Druck. Doch die antworteten mit einem schulbuchmäßig vorgetragenen Konter, den der Filigrantechniker Kercs in souveräner Manier zum 3:0 abschloss, als er auch noch den Torwart ausspielte. Die Messe war damit aber noch lange nicht gelesen, erzielten doch die Gäste nur eineinhalb Minuten später im Powerplay das 3:1. Weil sie das Match unbedingt noch drehen wollten, schnürten sie die Ice Dogs nunmehr regelrecht ein. Diese konnten sich oft nur mit Befreiungsschlägen retten, machten dann aber mit dem 4:1 durch Kracht endgültig alles klar. Hagen hätte kurz darauf bei einem Sololauf sogar noch erhöhen können.

Kein Wunder, dass die Fans nach dieser Bravourleistung begeistert waren und auch Trainer Hefner lobte seine Mannen in den höchsten Tönen: „Jeder hat heute seine Arbeit gemacht und die taktischen Vorgaben penibel umgesetzt. Die Abwehr war souverän gestanden und im Sturm zeigten alle drei Reihen, dass sie Eishockey spielen können.“

Die Torfolge: 1:0 (6.) Hörl/Adler/Kuhn, 2:0 (26.) Kuhn/Kracht, 3:0 (46.) Kercs/Zeilmann/Krieger, 3:1 (48.) Oppenberger/Krötz/Simon (5 gegen 4), 4:1 (56.) Kracht/Krieger/Kercs.

Strafen: EVP sechs, EVF zwei plus zehn Minuten Disziplinarstrafe gegen Seider.

Bericht: Isi Reinl, Foto: Renate Lorenz-Wich

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