Einminütiger Blackout schmälerte EVP-Erfolg in Amberg

Mit einem Sieg beim Erzrivalen Amberg verlief die Generalprobe der Ice Dogs unter dem Strich erfolgreich. Auch der sportliche Leiter Jens Braun war zufrieden, weil sich die Mannschaft läuferisch und kämpferisch erstmals höchst motiviert präsentiert habe. Das knappe 2:3-Endergebnis, bedingt durch einen einminütigen Blackout, stellte allerdings ein weiteres Mal unter Beweis, dass EVP-Trainer Stan Mikulenka noch viel Arbeit vor sich hat.

Die Ice Dogs waren durch die beachtlichen Ergebnisse der Amberger in den Vorbereitungsspielen gewarnt, hatten sie doch zuletzt gegen den Bayernligisten EC Höchstadt nach einer tollen Aufholjagd erst im Penaltyschießen das Nachsehen. Auch der EVP hatte gegen die geschlossen auftretenden Löwen zunächst seine Schwierigkeiten, zumal sich die Schützlinge von Trainer Stan Mikulenka im ersten Durchgang zu allem Überfluss auch noch durch drei Strafzeiten selbst schwächten. Erst kurz vor der Pausensirene konnte sich der Top-Torjäger der vergangenen Saison, Aleksandrs Kercs, entsprechend in Szene setzen. Mehr als einen Schönheitspreis gab es dafür allerdings zunächst nicht.

Im Mitteldrittel allerdings neigte sich die Waagschale bei den Spielanteilen mehr und mehr auf die Pegnitzer Seite, wobei wieder die Verteidigungsreihen die Akzente setzten. Zunächst brachte Robin Niedermaier, dem der Coach seit Wochen eine gute Trainingsarbeit attestiert, seine Mannen mit einem schnellen Tor in Führung, die Nikolai Pleger auf Zuspiel von Kercs erhöhte, ehe mit dem aus Nürnberg zurückgekehrten EVP-Eigengewächs Mirko Lang ein weiterer Abwehrspieler mit einem strammen Schuss von der blauen Linie für ein standesgemäßes 3:0-Drittelergebnis sorgte. Pech hatten die Gastgeber in diesem Drittel zudem mit einer Verletzung von Andreas Hampl, die er  sich bei einem sauberen Check hinter dem Pegnitzer Gehäuse zugezogen hat.

Wer jetzt unter den zahlreich mitgereisten Fans von einem deutlichen Sieg der Gäste geträumt hatte, sah sich getäuscht, auch wenn die Pegnitzer Reihen diesmal harmonischer als zuletzt agierten. Beide Teams schenkten sich jedenfalls nichts und vor allem die Amberger hielten dank ihrer physisch guten Verfassung mächtig dagegen. In der 51. Minute wurden sie dann auch für ihren aufopferungsvollen Einsatz mit zwei Torerfolgen binnen 39 Sekunden belohnt. Für eine Überraschung freilich reichte es nicht mehr.

Der sportliche Leiter des EVP, Jens Braun, zeigte sich in Amberg erstmals zufrieden mit den Leistungen der Ice Dogs. Julian Bädermann, der im Tor den Vorzug erhalten hatte, traf an den Gegentoren keine Schuld. Besonders freute Braun der Treffer von Mirko Lang, der sich damit hervorragend in das Team eingefügt habe. Dass die Stürmer bislang noch nicht sonderlich erfolgreich waren, stört ihn wenig: „Es reicht, wenn sie ab Freitag in der Punkterunde die nötigen Tore schießen.“

Die Torfolge: 0:1 (23.) Niedermeier, 0:2 (27.) N. Pleger/Kercs, 0:3 (37.) Lang, Skarupa, Pleger, 1:3 (51.) Groz, 2:3 (51.) Schopper.

Strafen: ERSC zehn, EVP 22 plus zehn Minuten für Seidinger (Bandencheck).

Bericht und Foto: Isi Reinl

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