EV Pegnitz Ice Dogs - 1. Mannschaft

Eishackler stoppten Aufholjagd der Ice Dogs

Beide Teams sind alles andere als optimal in die neue Saison gestartet und brauchten deshalb dringend die Punkte. Der EVP gab zwar zwei Drittel lang einen ebenbürtigen Gegner ab, doch im Endeffekt agierte Peißenberg cleverer, fuhr so einen 5:4-Erfolg ein und stoppte damit die Aufholjagd der Ice Dogs, die nunmehr auf dem vorletzten Platz rangieren.

Nach drei Niederlagen in Serie lagen die Nerven bei den Eishacklern blank, ähnlich wie bei den Ice Dogs vor einer Woche. Plötzlich wurde alles in Frage gestellt, die Effizienz der Kontingentspieler Brandon Morley und Dejan Vogl genauso wie die Bayernliga-Eignung von Trainer Sepp Staltmayr oder die generelle physische Verfassung des Teams. Das Match gegen den Tabellennachbarn Pegnitz galt deshalb schon als richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf .

Während bei Peißenberg sieben Cracks nicht zur Verfügung standen, darunter zwei Keeper, fehlten beim EVP lediglich Daniel Sikorski (beruflich verhindert) und Daniel Sevo (Erkältung), was nicht nur eine Schwächung in der Abwehr bedeutete, sondern auch ein Manko im Spielaufbau, fehlten doch die öffnenden Pässe der Routiniers. Die Gäste sorgten zwar schon nach 90 Sekunden mit einem Pfostenschuss von Nikolai Pleger für Aufsehen, doch anschließend hatten die Oberbayern vorübergehend mehr vom Spiel, wobei sie sich überwiegend auf Soloaktionen beschränkten, die aber Torwart Julian Bädermann bravourös entschärfte. Bei der Führung des TSV allerdings war er machtlos, ebenso wie sein Gegenüber Jakob Goll, als sich Pierre Kracht nur eineinhalb Minuten später die Scheibe an der blauen Linie erkämpfte und die gesamte gegnerische Abwehr stehen ließ.

Sah sich die wieder von Mark Gerstner gecoachte Truppe in dieser Phase durchaus auf Augenhöhe, so musste sie zu Beginn des Mitteldrittels erneut einen Rückschlag verkraften, als der frühere Schongauer Florian Höfler in Unterzahl seinen zweiten Torerfolg feierte. Er „bedankte“ sich für einen Puckverlust der zu weit aufgerückten Ice Dogs mit einem eiskalt verwandelten Konter. Damit nicht genug: Kurz darauf brachte Florian Barth seine Farben in doppelter Überzahl sogar mit 3:1 nach vorne. Insgesamt gesehen dominierten die Eishackler in diesem Drittel eindeutig, während der EVP lediglich eine Chance verzeichnete, die Aleksandrs Kercs allerdings vergab.

Besser machte es der Lette, als er mit dem 3:2-Anschlusstreffer nur eine Minute nach Wiederanpfiff wieder Hoffnung bei den zahlreiche mitgereisten Fans weckte. Doch Peißenberg wollte unbedingt die Punkte und stellte durch den Slowaken Dejan Vogl den alten Abstand wieder her. Kurz darauf gab es eine weitere Schrecksekunde für Pegnitz, als der bis dahin tadellos parierende Keeper Bädermann nach einem Schuss von Eichberger an den Hals verletzungsbedingt seinen Platz für Maximilian Müller räumen musste.

Die Schlussphase verlief höchst turbulent: Als Benjamin Wirth die Ice Dogs auf 4:3 herangebracht hatte, nahm Mark Gerstner nach einer Auszeit den Keeper zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis und kassierte prompt das 5:3 ins leere Tor. Pegnitz setzte nachher zwar noch einmal alles auf eine Karte, aber das 5:4 durch Kercs sieben Sekunden vor Schluss kam zu spät für eine Wende.

Der EVP zeigte zwar insgesamt eine kämpferische Leistung, verlor das Match aber durch eine Vielzahl von Strafzeiten im Mitteldrittel. Hauptmanko bleiben die vielen Fehlpässe im Spielaufbau, die den Gegner immer wieder zu Kontern einladen.

Die Torfolge: 1:0 (15.) Höfler/Vogl/Eichberger, 1:1 (16.) Kracht, 2:1 (25.) Höfler/Eichberger (4 gegen 5), 3:1 (29.) Fl. Barth/Estermaier/lenz (5 gegen 3), 3:2 (41.) Kercs/Hausauer/Krieger, 4:2 (48.) Vogl/Maier/M. Barth, 4:3 (56.) Wirth/Hausauer/Kercs, 5:3 (60.) Eichberger (ENG), 5:4 (60.) Kercs/Hausauer/Zeilmann.

Bericht: Isi Reinl, Foto: Renate Lorenz-Wich

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