EVP brach in Schweinfurt im Schlussdrittel ein

Beim Franken-Derby in Schweinfurt sind die Ice Dogs nur knapp an einem möglichen Sieg vorbeigeschrammt. Diesmal lag der EVP zwei Drittel lang vorn, ehe die Mighty Dogs im Schlussdrittel das Match noch drehen und einen glücklichen 7:5-Erfolg verbuchen konnten.

Obwohl Ingo Krapf , Mirko Lang, Robin Niedermeier und Simon Schwarz fehlten, konnte Trainer Josef Hefner drei komplette Blöcke ins Rennen schicken. Allerdings fanden sich einschließlich des Nachwuchsspielers Bastian Heringklee wieder nur vier etatmäßige Verteidiger im Aufgebot. Mit Max Schmidt im Tor begannen die Gäste, begünstigt durch mehrere Strafzeiten gegen Schweinfurt druckvoll und gingen durch Aleksandrs Kercs auch mit einer verdienten 1:0-Führung in die erste Pause.

Obwohl die Mighty Dogs auch das Mitteldrittel in Unterzahl beginnen mussten, schafften sie wenig später doch den Ausgleich, was aber die Hefner-Schützlinge nicht sonderlich beeindruckte. Mit Ablauf eines weiteren Powerplays brachte Patrick Fritz seinen Farben wiederum nach vorn, ehe Aleksandrs Kercs mit einem Sololauf nur eine Minute später sowie nach einer Kombination mit Pierre Kracht in der 36. Minute gar auf 1:4 erhöhte. Auch auf das 2:4 der Schweinfurter hatten sie spornstreichs eine Antwort: Gut eine Minute später markierte erneut Pierre Kracht das 2:5. Als dann Kercs in die Kühlbox musste, kamen die Unterfranken 16 Sekunden vor der zweiten Pause doch noch auf 3:5 heran.

Vielleicht war es gerade dieser Treffer, der beim ERV die Hoffnung schürte, das Spiel doch noch herumreißen zu können. Trainer Zdenek Vanc forderte sein Team auf, 60 Minuten vollen Einsatz zu zeigen: „Wir können uns im Gegensatz zu Pegnitz voll auf dieses eine Spiel am Wochenende konzentrieren, nachdem wir am Sonntag spielfrei sind, müssen aber von Beginn an hellwach sein und auch bis zur letzten Sekunde an unserer Spielweise festhalten.“ Das war leichter gesagt, als getan, musste er doch auf einige Kranke und Verletzte verzichten. Immerhin stand aber Daniel Tratz nach einer abgesessener Sperre wieder zur Verfügung.

Der leidenschaftliche Appell zeigte Wirkung: Binnen 22 Sekunden glichen die Mighty Dogs aus. Hefner nahm eine Auszeit, konnte damit aber der Mannschaft die Angst vor einem weiteren Einbruch nicht nehmen. So kam es, wie es kommen musste: Pegnitz konnte sich wegen der nunmehr schwindenden Kräfte nur mehr mit Strafzeiten helfen. Als Daniel Krieger pausieren musste, fiel das 6:5 und während einer Zwangspause für Darnell Pruett der 7:5-Endstand. Pegnitz nahm in der Folge zwar noch den Keeper zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, doch es fehlte die Kraft, um noch einmal dagegen halten zu können.

Klar, dass nicht nur die mitgereisten Fans enttäuscht waren, hatten sie doch lange Zeit auf den zweiten Saisonerfolg hoffen dürfen, nachdem ihr Team zwei Drittel lang vorn lag. Entscheidend für diese weitere Niederlage waren letztendlich nicht weniger als 20 Strafminuten für Pegnitz, die Schweinfurt zu vier Gegentoren in Überzahl nützte sowie ein 0:4-Einbruch im Schlussdrittel.

Die Torfolge: 0:1 (12.) Kercs/Kracht/Jüngst, 1:1 (23.) Grüner/Zajic, 1:2 (29.) Fritz/Jüngst/Kracht, 1:3 (30.) Kercs/Navarra/Krieger, 1:4 (36.) Kercs/Kracht/Navarra, 2:4 (38.) Rypar/Knaup/Schadewald (5 gegen 4), 2:5 (38.) Kracht/Navarra/Jüngst, 3:5 (39.) Rypar/Straka (5 gegen 4), 4:5 (43.) Straka/Zajic/Kleider, 5:5 (43.) Trolda, 6:5 (45.) Kleider/Tratz (5 gegen 4), 7:5 (57.) Straka/Knaup (5 gegen 4).

Strafen: Schweinfurt acht, EVP 20 Minuten.

Bericht: Isi Reinl, Foto: EV-Pegnitz

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