EVP fand kein Mittel gegen Schlusslicht: 2:5

Groß war am Freitag die Euphorie beim EVP nach dem überraschenden Auswärtssieg in Geretsried. Doch am Sonntag wurde ausgerechnet gegen das Schlusslicht Moosburg mit einer 2:5-Niederlage die große Chance verspielt, sich in Richtung Mittelfeld zu orientieren.

Der Tabellenletzte Moosburg hatte aus dem Freitags-Spiel gegen den Spitzenreiter Höchstadt gelernt. Waren der EVM dabei im ersten Drittel regelrecht überrolt worden, so ergriff er nun beim EVP zunächst selbst die Initiative und setzte Keeper Julian Bädermann mächtig unter Druck. Bis zur 5. Minute dauerte es, ehe die Ice Dogs den ersten Torschuss auf das Gehäuse von Thomas Hingel abfeuerten. Das war offensichtlich die Initialzündung, denn fortan gaben sie vorübergehend einen gleichwertigen Gegner ab und erarbeiteten sich ihrerseits zahlreiche aussichtsreiche Gelegenheiten, ohne diese allerdings verwerten zu können.

Trotz des Nieselregens bekamen die 150 Zuschauer ein schnelles und abweslungsreiches Match geboten, das auch von den Schiedsrichtern kaum unterbrochen werden musste. Die einzige Strafzeit in diesem Durchgang kassierte Kapitän Sergej Hausauer, aber die Gäste konnten daraus kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: Bei mehreren Unterzahl-Kontern der Pegnitzer hatten sie Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Nicht zuletzt wegen der Glanzparaden der beiden oberligaerfahrenen Torhüter blieb so der erste Durchgang torlos.

Die Dramaturgie des Spielfilms nach der Pause ähnelte dem aus dem ersten Drittel, diesmal allerdings mit dem glücklicheren Ende für die Gelb-Grünen. Bei einer angezeigten Strafe gegen den EVP ging das Schlusslicht in der 27. Minute durch Daniel Schander nicht unverdient in Führung. Die Gäste hätten wenig später sogar erhöhen können, doch der Tscheche David Michel stolperte bei seinem Alleingang unmittelbar vor dem Gehäuse von Bädermann.

Die wieder von Mark Gerstner betreuten Ice Dogs agierten einfach zu passiv, leisteten sich zu viele Fehler, liefen sich bei ihren Einzelaktionen immer wieder in der EVM-Verteidigung fest und hatten keinerlei Überraschungsmomente parat. Mit zunehmender Spieldauer erhöhten sie zwar den Druck, doch mehr als ein Pfostenschuss kam dabei nicht heraus. Als in der Verteidigung die richtige Zuordnung fehlte, besorgte schließlich 53 Sekunden vor der Pausensirene Oliver Wawrotzki mit einem platzierten Schuss ins Tordreieck das 0:2 für die Gäste.

Im dritten Akt setzte Pegnitz alles auf eine Karte, auch in der Hoffnung, dass bei den nur 17 Moosburgern die Kraft nachlassen könnte. Prompt gelang den Ice Dogs trotz eines Wechselfehlers in Unterzahl der Anschlusstreffer durch Pierre Kracht, doch nur neun Sekunden später stellte erneut Michel den alten Abstand wieder her. Drei Minuten vor dem Abpfiff wiederholte sich die Situation. Diesmal verkürzte Hausauer und Schander kontere, diesmal 40 Sekunden später. Jeske machte mit dem 2:5 die Pegnitzer Niederlage perfekt.

Die Torfolge: 0:1 (27.) Schander/Wawrotzki, 0:2 (40.) Wawrotzki/Ohr/Jeske, 1:2 (54.) Kracht/Mendel (4 gegen 5), 1:3 (5.) Michel (5 gegen 4), 2:3 (57.) Hausauer (5 gegen 4), 2:4 (58,) Schander/Dlugos, 2:5 (59.) Jeske/Killermann.

Strafen: EVP vier, EVM acht Minuten.

Bericht und Foto: Isi Reinl

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