EVP schafft Sensation gegen Seriensieger Klostersee

Die Sensation ist perfekt: Mit einem hart erkämpften 4:1-Erfolg haben die Ice Dogs vor 500 Zuschauern die bundesweit wohl einmalige Serie des seit zwei Jahren unbesiegten EHC Klostersee jäh beendet. Trainer Josef Hefner brachte die unglaubliche Leistung seiner Mannen in einem der besten Auftritte seit Jahren auf einen kurzen Nenner: „Ein dickes Lob an das Team.“

EV Pegnitz – EHC Klostersee 4:1 (1:0/1:0/2:1) – Mit der Empfehlung von 54 Pflichtspielsiegen in Serie machten die Grafinger vom Anpfiff weg deutlich, dass sie auch das Schnapszahl-Jubiläum schaffen wollten. In einem höchst intensiv geführten Match, in dem es kaum Verschnaufpausen gab, schnürten sie die Ice Dogs in den Anfangsminuten regelrecht ein. Erst um die 8. Minute konnte sich der EVP etwas aus der Dauerbelagerung lösen. Aber selbst die einzige Strafe des ersten Drittels konnten die Hefner-Schützlinge nicht nützen, zu stark agierten die Gäste.

In der 15. Minute erst eröffnete sich Pegnitz eine erste Großchance, als Vaclav Benak Aleksandrs Kercs mit einem Zuckerpass auf die Reise schickte. Für den EHC-Coach Dominik Quinlan war dies Anlass, gebetsmühlenartig auf seine Cracks einzuwirken. „Wir schießen das erste Tor“ wiederholte er in Dauerschleife, doch jubeln durften zum ersten Mal die Ice Dogs. Als Klostersee auf einen Pfiff der Schiedsrichter wartete, holte sich Kercs die Scheibe und bereitete zusammen mit Pierre Kracht den Pegnitzer Führungstreffer durch Daniel Vlach vor. 21 Sekunden vor der Pausensirene hatte Maximilian Merz bei einem Solo-Break die Riesenchance, auszugleichen, doch der vorher warmgeschossene Julian Bädermann parierte souverän.

Nach nur 72 Sekunden im Mitteldrittel rissen die Münchner Vorstädter die Hände hoch, allerdings verfrüht. Die Unparteiischen erkannten das Schlittschuhtor zu Recht nicht an. Der EVP störte die Gäste nun früher, im Bemühen, deren Turbo-Eishockey erst gar nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Mit Erfolg: Mitten in einem Wechsel erhöhte Kercs auf Zuspiel von Michael Kuhn und Sergej Hausauer auf 2:0. Das war zu viel für die erfolgsverwöhnten Klosterseer, die in der Folge mit vermehrten körperlichen Attacken aufwarteten, dafür aber ab der 33 Minute auch vier Strafzeiten in Serie kassierten.

Die Ice Dogs feuerten nun im Powerplay aus allen Rohren und zwangen den EHC-Keeper Dominik Gräubig in Serie, sein ganzes Können zu zeigen. Ein weiteres Tor wollte aber vorerst nicht gelingen, weil Trainer Josef Hefner seine Mannen immer wieder beschwor, gegen die stets höchst gefährlichen Gäste hinten abzusichern, Das war leichter gesagt, als getan, waren doch die nur fünf etatmäßigen Verteidiger bis an die Leistungsgrenze gefordert. Insbesondere Benak musste so manche Sonderschicht einlegen.

Im Schlussdrittel setzten die Abonnementssieger alles auf eine Karte. Mit dem Anschlusstreffer in der 55. Minute durch den Ex-NHL-Crack Bob Wren glaubten sie sich schon wieder auf der Erfolgsschiene, doch nur 28 Sekunden später holte sie Johannes Seidinger nach einer sehenswerten Kombination der dritten Reihe mit dem 3:1 wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Angesichts der drohenden Niederlage attackierten die Grafinger nun auch die Schiedsrichter, wobei Markus Kritzenberger am Rande einer Matchstrafe wandelte. Aber auch eine Auszeit und die Herausnahme des Keepers nützte nichts mehr. Im Gegenteil: Daniel Krieger machte mit dem 4:1 ins leere Tor die Sensation perfekt. Die 500 Fans auf den Rängen waren sich einig: „Das war in jeder Hinsicht der beste Auftritt des EVP seit Jahren.“

Torfolge: 1:0 (18.) Vlach/Kercs/Kracht, 2:0 (25.) Kercs/Kuhn/Hausauer, 2:1 (55.) Wren/Persson/Ph. Quinlan, 3:1 (56.) Seidinger/Niedermeier/Hörl, 4:1 (59.) Krieger/Bädermann (ENG).

Strafen: EVP acht, EHCK 16 Minuten.

Bericht und Foto: Isi Reinl

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