EVP stutzt im Powerplay Passauer Habichten die Flügel

Unglaublich, was Trainer Josef Hefner in kürzester Zeit beim EVP bewirkt hat: Mit bewundernswertem Kampfgeist und viel Selbstvertrauen haben die Ice Dogs verdient mit 6:4 Toren gegen Passau gewonnen und mit dem dritten Sieg in Serie die “rote Laterne” abgegeben.

Zum zweiten Mal in Folge nach Füssen hatten es die Ice Dogs beim Spiel gegen Passau mit einem Höchstadt-Bezwinger zu tun. Doch der EVP zeigte keinerlei Respekt. Mit der Rückkehr von Kapitän Sergej Hausauer eröffneten sich Trainer Josef Hefner wieder mehr Möglichkeiten im Sturm. Nach 21 Sekunden Powerplay schlug denn auch die erste Reihe schon zu, als Hausauer nach Vorarbeit von Aleksandrs Kercs und Florian Zeilmann dem erst kürzlich zu den Habichten zurückgekehrten Keeper Christian Hamberger das Nachsehen gab.

Die Gastgeber bestimmten in dieser Phase bei leichtem Schneetreiben das Spielgeschehen, wobei die Niederbayern mit einem an der blauen Linie wartenden Stürmer stets gefährlich waren. So sorgte der Tscheche Petr Sulcik mit einer Blitzkombination auch für den zu diesem Zeitpunkt überraschenden Ausgleich. Aber Pegnitz zeigte sich keineswegs geschockt. Kurz darauf hätte der dritte Block mit Johannes Runge und Johannes Seidinger die erneute Führung erzielen können, genauso wie Kercs, der bei einem mit allen technischen Raffinessen gespickten Sololauf über den ganzen Platz erst am EHF-Keeper scheiterte. Aber auch Passau blieb gefährlich, hatte aber bei einem Pfostenschuss Pech.

Das Mitteldrittel begann mit einer kalten Dusche für die Ice Dogs, als die Black Hawks schon nach 26 Sekunden wieder durch Sulcik zum 1:2 einlochten. Die Gäste erhöhten nun den Druck merklich und brachten die EVP-Abwehr, in der Christof Mendel nach einem Schlagschuss auf den Knöchel angeschlagen war, ins Schwimmen. Doch während sich die Pegnitzer nie aufgaben, schwächten sich die EHF-Cracks in der Folge durch vier Strafzeiten selbst. Die erste nützte Kercs zum 2:2-Ausgleich, dem Stefan Hagen nicht einmal eine Minute später das 3:2 folgen ließ, als er allein vor dem Tor stehend verwandelte.

Mit vereinten Kräften stemmten sich die Hefner-Schützlinge gegen die Welle der Passauer Angriffe und als die Gäste durch eine Bankstrafe nach einem Wechselfehler erneut dezimiert waren, erhöhte “Eismeister” Daniel Krieger per Weitschuss auf 4:2.

Mit dem vierten Überzahltor besorgte Sergej Hausauer im Schlussdrittel das 5:2. Wer aber gedacht hatte, dass das Match damit gelaufen ist, sah sich getäuscht. Die Donaustädter schraubten die Drehzahl weiter hoch und nahmen das EVP-Gehäuse unter Dauerbeschuss. Bei einem Penalty von Neuzugang Oliver Wawrotzki bewies EVP-Keeper Julian Bädermann noch seine Klasse, doch kurz darauf half er mit seinen zwei einzigen Patzern während der 60 Minuten Passau beim 5:4-Anschluss.

Spätestens jetzt sahen die 150 Zuschauer einen Kampf auf Biegen und Brechen, in dem die Gastgeber bewiesen, wie viel Selbstvertrauen sie inzwischen wieder getankt haben. Mit Einsatz bis zum Letzten, enormer Lauffreude und viel Übersicht störten sie die Kreise der Habichte und als diese auch noch den inzwischen eingewechselten Tormann Michael Henghuber vom Eis nahmen, machte Ralf Skarupa mit dem Empty-Net-Goal zum 6:4 alles klar.

Trainer Hefner war verständlicherweise stolz auf sein Team: “Besonders wie sie den 1:2-Rückstand und den 5:4-Anschlusstreffer weggesteckt haben, war imponierend. Jeder hat seine Aufgabe hundertprozentig erfüllt.”

Die Torfolge: 1:0 (5.) Hausauer/Kercs/Zeilmann (5 gegen 4)), 1:1 (9.) Sulcik/Schindlbeck, 1:2 (21.) Sulcik/Pilz, 2:2 (26.) Kercs/Sikorski/Hausauer (5 gegen 4), 3:2 (27.) Hagen/Kracht/N. Pleger, 4:2 (36.) Krieger/Zeilmann/Kercs (5 gegen 4), 5:2 (45.) Hausauer/Kercs/Skarupa (5 gegen 4), 5:3 (53.) Huber/Nemecek/Merka, 5:4 (55.) Ferstl/Müller, 6:4 (59.) Skarupa/Bädermann/Zeilmann (ENG).

Strafen: EVP 8, EHFP 14 Minuten.

Bericht und Foto: Isi Reinl

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