EVP-Trainer Josef Hefner: “Brauchen ein Erfolgserlebnis”

Ein Sieg ist Pflicht für den EVP, wenn am Freitagabend mit den Riverrats aus Geretsried eine Mannschaft gastiert, die in dieser Saison auswärts bisher alle Spiele verloren hat. Am Sonntag hängen die Trauben beim Bayernliga-Vierten Peißenberg deutlich höher.

In diesem Keller-Duell treffen die zwei Freiluft-Vereine der Bayernliga aufeinander. Die Riverrats haben dabei den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Pegnitz schon seit Saisonbeginn über eigenes Eis verfügen. Bislang haben sie sich allerdings mit zwei höchst unterschiedlichen Gesichtern präsentiert. Während sie bis vor einer Woche, als sie gegen Peissenberg unglücklich verloren, vor eigenem Anhang ausnahmslos gewonnen haben, sind sie auswärts noch sieglos, ein Umstand, den sie beim Schlusslicht Pegnitz mit aller Macht ändern wollen.

Auch in der vergangenen Saison sind die Oberbayern durchwachsen gestartet, ehe sie in der Play-off-Runde zu großer Form aufgelaufen und erst im Viertelfinale gegen den Oberligisten Memmingen ausgeschieden sind. Damals wie heute heißt der Top-Scorer Ondreji Horvath, der in dieser Spielzeit schon wieder elf Mal erfolgreich war. Auch sonst ist das Erfolgsteam weitgehend beisammen geblieben.

Ganz anders ist die Situation bei den Ice Dogs, die nach einer Runderneuerung weit davon entfernt sind, sich als eingeschworene Truppe zu präsentieren. “Es fehlt bei uns derzeit noch überall”, hat Trainer Josef Hefner nach der missratenen Heimpremiere gegen Klostersee geklagt. Wird den beiden Torhütern noch attestiert, dass sie mit ihren Leistungen bisher noch höhere Niederlagen verhindert haben, so sind die Probleme in der Abwehr offensichtlich.

Aktuell stehen dort nach dem Abschied von Vaclav Benak und Daniel Krieger sowie der Langzeitverletzung von Christof Mendel nur mehr Mirko Lang, Timo Jüngst, Darnell Pruett und der Nachwuchsspieler Bastian Heringklee zur Verfügung. Zu wenig gegen die mit erfahrenen Cracks gespickte Angriffsreihe der Gegner. Deshalb hat der Coach Stefan Hagen nach hinten beordert, mit dem Nachteil, dass damit einer der erfolgreichsten Stürmer jetzt Tore verhindern muss, anstatt selbst welche zu schießen.

Auch der Sturm bleibt derzeit hinter den Erwartungen zurück, nicht zuletzt deshalb, weil die Defensive alle Hände voll zu tun hat, den Puck aus der Gefahrenzone zu bringen. Ein geordneter Spielaufbau, wie ihn etwa Sergej Hausauer oder Vaclav Benak zelebriert haben, bleibt dabei auf der Strecke. Zudem hapert es bei den Assen Aleksandrs Kercs junior, Roman Navarra oder Pierre Kracht noch im Abschluss. Dazu kommt generell ein Mangel an Kondition und Schnelligkeit, was sich wiederum in unnötigen Strafen niederschlägt, die von Gegnern wie Klostersee konsequent ausgenützt werden. Hefner bleibt trotzdem zuversichtlich: “Was wir brauchen, ist ein Erfolgserlebnis.”

TSV Peißenberg — EV Pegnitz (Sonntag, 17 Uhr) – Nach durchwachsenem Beginn hat sich der TSV punktgleich mit dem Dritten Landsberg in Lauerstellung hinter dem Führungs-Duo Füssen und Bad Kissingen postiert. Zuletzt feierten die Eishackler ein Sechs-Punkte-Wochenende, nachdem sie als erstes Team auch aus Geretsried die Punkte mitnehmen konnten. Peißenberg hat sich insbesondere in der Defensive verstärkt, während im Angriff etliche schmerzhafte Abgänge zu verkraften waren. Dazu kam, dass der neuverpflichtete Stürmer Daniel Arnost schon eine Woche nach Saisonstart durch den Kanadier Daniel Clairmont ersetzt wurde, nachdem der Tscheche die Erwartungen nicht erfüllt und sich zudem eine Sperre für vier Spiele eingehandelt hatte. Aktuell führt allerdings mit Manfred Eichberger ein Routinier die Scorerliste an, der eigentlich schon sein Karriereende verkündet hatte.

Bericht: Isi Reinl, Foto: EV-Pegnitz

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