EVP-Überangebot im Sturm: Rakonic muss Vlach weichen

Mit dem letzten Doppelspiel-Wochenende vor dem großen Finale mit dem Frankenderby mit dem Tabellenführer Höchstadter EC biegt der EV Pegnitz in die Zielgerade der Bayernliga-Vorrunde ein. Heute zuhause gegen Germering und am Sonntag in Schongau geht es dabei nur noch um die Gruppeneinteilung für die Abstiegsrunde. Trotzdem sollen möglichst alle sechs Punkte eingefahren werden.

EV Pegnitz – Wanderers Germering (Freitag, 19.30 Uhr) – An das Hinspiel werden sich die Ice Dogs nicht gerne erinnern, waren sie doch mit vier Gegentoren nach nur 20 Minuten sogar noch gut bedient. In der 5. Minute bereits legten die Wanderers nach einem Fehlpass im Pegnitzer Aufbauspiel die Führung durch den ehemaligen Dorfener Florian Fischer vor, der allein in diesem Drittel drei Mal erfolgreich sein sollte. Nach dem 3:0 räumte Torwart Julian Bädermann entnervt seinen Kasten, doch auch Maximilian Müller konnte den Sturmlauf des damaligen Tabellenletzten Germering nicht eindämmen, hatte aber Glück, dass die Wanderers mehrfach am Torgestänge scheiterten. Letztendlich musste der EVP eine 4:8-Niederlage quittieren.

Diesmal gastieren die Münchner Vorstädter als Vorletzter in Pegnitz, das allerdings im dicht gestaffelten Tabellenkeller der Bayernliga nur einen Punkt mehr auf der Habenseite hat. Weil etwa für den EVP der mit dem Klassenerhalt verbundene 8. Platz neun Punkte und 40 Zähler in der Tordifferenz entfernt ist, kann es für beide Teams nur mehr um die Zuordnung in der Abstiegsrunde gehen. Bekanntlich müssen sich hier der 9., der 12. und der 14. der Vorrunde vorwiegend mit dennordbayerischen Vertretern der Landesliga messen, der Rest mit den südbayerischen.

Trainer Josef Hefner ist bewusst, dass sich seine Schützlinge gegen vermeintlich schwache Gegner immer schwer tun. Deshalb verlangt er von ihnen einen disziplinierten und konzentrierten Auftritt. Während in der Verteidigung nach wie vor Personalnot herrscht, weil Daniel Sikorski immer noch krank geschrieben ist und Vinzenz Pleger nur sporadisch eingesetzt werden kann, herrscht im Sturm mit nunmehr drei Kontingentspielern sogar ein Überangebot. Den Vorzug erhalten am Wochenende Aleksandrs Kercs, dessen Langzeit-Sperre abgelaufen ist, und Neuzugang Daniel Vlach, den der Coach zusammen mit Pierre Kracht spielen lassen will. Der Slowene Benjamin Rakonic muss pausieren. Hefner hält große Stücke vom Tschechen Vlach, auch wenn er zuletzt in Island nur in einer Hobby-Liga aktiv war. Besonders freut ihn zudem, dass die dritte Angriffsreihe immer mehr Selbstbewusstsein entwickelt.

EA Schongau – EV Pegnitz (Sonntag, 17 Uhr) – Punktgleich mit den Ice Dogs rangieren die Mammuts auf Rang zehn, ebenfalls ohne Chance auf die Qualifikation für die Aufstiegsrunde. Auch wenn sie zuletzt gegen den ESC Dorfen mit 2:10 Toren zweistellig untergingen, haben sie den Eispiraten doch einen zähen und aufopferungsvollen Kampf geliefert. Der Tabellenzweite lobte den Gegner als kampfstark, diszipliniert und unbequem. Selbst in mehrfacher Unterzahl haben sie dem schier übermächtigen ESC lange Paroli geboten.

Die Verantwortlichen beim EVP können dies nach der 4:7-Niederlage im Hinspiel nur bestätigen. In der trainerlosen Zeit wurden sie insbesondere im ersten und im letzten Drittel von Schongau regelrecht überfahren. Daran änderte auch ein Zwischenspurt bis zum 4:4-Ausgleich im Mitteldrittel nichts. Zuletzt allerdings agierten die Mammuts seit Mitte Dezember erfolglos und auch am heutigen Freitag wird für sie gegen den Spitzenreiter Höchstadt kaum etwas zu holen sein. So werden sie gegen Pegnitz alles daran setzen, rechtzeitig vor der Abstiegsrunde wieder auf die Erfolgsspur einzubiegen.

Bericht: Isi Reinl, Foto: Renate Lorenz-Wich

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