EVP wartet auf Freigabe für tschechischen Stürmer

Zwei Traditionsvereine im bayerischen Eishockey treffen aufeinander, wenn der EV Füssen am Freitag beim EV Pegnitz gastiert. Die Trauben hängen dabei für die Ice Dogs ganz hoch, haben die Gäste doch zuletzt dem Titelaspiranten Höchstadt die erste Saisonniederlage beigebracht. Am Sonntag gegen Buchloe allerdings sollten die Hefner-Schützlinge alles daran setzen, ihre Niederlagenserie beenden.

Mit 16 deutschen Meisterschaften hat der EV Füssen insbesondere in den 70-er Jahren den Eishockeysport dominiert. Im Gegensatz zum EVP, der seit über einem halben Jahrhundert unter dem selben Namen firmiert, hatte das Kürzel EVF allerdings schon drei Mal eine andere Bedeutung. Nach dem Konkurs des Eissportvereins wurde 1983 der Eislaufverein gegründet, ehe man nach einer Insolvenz 2015 einen neuen Verein mit der ursprünglichen Bezeichnung aus der Taufe hob. Dieser beschreitet nun behutsam den Weg zurück nach oben, wobei man insbesondere auf den eigenen Nachwuchs setzt.

Youngsters aus dem DNL-Team waren vor Wochenfrist gefordert, als vor dem Schlagerspiel gegen Höchstadt gleich sechs Stammspieler ausfielen. Sie haben ihre Chance genutzt und dem bisher ungeschlagenen Top-Favoriten nach 14 Siegen die erste Niederlage beigebracht. Erfolgsgaranten waren dabei ein ausgeklügeltes Spielsystem und ein höllisches Tempo, das selbst die Alligators überforderte.

Während Füssen mit vier Erfolgen in Serie auf den vierten Rang geklettert ist, ziert der im November sieben Mal unterlegene EVP weiterhin das Tabellenende. Viel Arbeit also für Trainer Josef Hefner, hat er doch sowohl in der Verteidigung, als auch im Sturm große Baustellen. Kein Bayernliga-Team hat weniger Treffer erzielt, keines mehr kassiert.

Seit Wochen arbeitet deshalb Sport-Chef Jens Braun daran, einen weiteren Kontingentspieler an Land zu ziehen. Zwei Tschechen standen zur Auswahl. Bei einem Verteidiger scheiterte die Verpflichtung an beruflichen Problemen, ein Stürmer aus der tschechischen Extra-Liga sollte am Donnerstag erstmals zum Training kommen. Obwohl seine Papiere schon beim Verband lagen, versagte dessen derzeitiger Verein jedoch kurzfristig die Freigabe für den mehrfachen tschechischen Meister.

Solange diese Hängepartie offen ist, bleibt dem Coach nichts anderes übrig, als auf eine Leistungsexplosion von Aleksandrs Kercs, Pierre Kracht oder Michael Kuhn zu hoffen. Zwischen den Zeilen deutet er dabei an, dass er auch konditionell von seinen Mannen mehr verlangt. Nur wer fit ist, könne hinten konzentriert arbeiten und vorne die sich bietenden Chancen verwerten. Gegen Füssen will Hefner aus einer sicheren Defensive heraus über Konter Nadelstiche setzen. Leicht wird das nicht, fehlt doch Daniel Sevo noch wegen einer Schulterverletzung. Auch bei Sergej Hausauer (Leistenprobleme), Vinzenz Pleger (Fußverletzung) und Ralf Skarupa /krank) ist ein Einsatz fraglich.

Bericht: Isi Reinl, Foto: Renate Lorenz-Wich

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