EVP zeigte bei knapper Niederlage viel Spielfreude

Der neue Trainer Josef Hefner tut dem EVP gut: Die Ice Dogs zeigen wieder Spielfreude, gepaart mit sehenswerten Kombinationen und gefährlichen Schüssen. Wenn das Match gegen den Tabellenzweiten Dorfen dennoch knapp mit 2:3 Toren verloren ging, dann allein wegen der individuellen Klasse des ESC-Torjägers Lukas Miculka, der alle drei Treffer erzielte.

Besser kann das Premierenspiel für einen neuen Trainer eigentlich nicht beginnen: In der 3. Minute bereits gingen die Mannen von Josef Hefner nach einer schönen Kombination in Führung und das gegen keinen Geringeren als den aktuellen Tabellenzweiten. Aleksandrs Kercs hatte, allein vor dem ESC-Gehäuse wartend, vollstreckt. Das schien Dorfen sichtlich zu beeindrucken, denn in der Folge agierten die Eispiraten wie mit angezogener Handbremse, während bei den Ice Dogs frühere Tugenden wieder aufblitzten.

Nach zwölf Minuten allerdings schlugen die Oberbayern zurück. Im ersten Powerplay sorgte Lukas Miculka im Zusammenspiel mit Trevor Hils für den zu diesem Zeitpunkt überraschenden Ausgleich. Der EVP hatte anschließend bei eigener Überzahl zwar die Chance, dagegen zu halten, doch wirkliche Gefahr vor dem Tor von Simon von Fraunberg kam dabei nicht auf. Ganz im Gegenteil: In den letzten Sekunden durfte erneut Miculka im Bemühen, Strafzeit von der Uhr zu nehmen, eine gefühlte Ewigkeit durch die Pegnitzer Abwehr tanzen, ohne attackiert zu werden. Für so viel Entgegenkommen des Gegners „bedankte“ sich der Top-Scorer der Bayernliga mit dem 1:2.

Obwohl die Gastgeber, bei denen Daniel Sevo und Ralf Skarupa fehlten, in Überzahl in das Mitteldrittel starteten, dominierte doch zunehmend der Gast, der in allen Belangen cleverer wirkte. Nach etwa zehn Minuten konnten sich die Ice Dogs wieder etwas aus der Umklammerung befreien, wobei insbesondere die dritte Reihe um Johannes Runge und Michael Kuhn einige vielversprechende Auftritte zeigte. Doch als die Abwehr wieder einmal zu weit aufgerückt war, konnte Mario Sorsak bei einem Solo-Konter nur regelwidrig gestoppt werden. Beim fälligen Penalty scheiterte er zwar an Julian Bädermann, doch wenig später schlug die Dorfener Paradereihe erneut mit dem 1:3 zu. Carsten Hörl hätte in der Schlussminute dieses Drittels bei einem Alleingang den Anschlusstreffer markieren können, doch fehlten ihm im Duell mit dem Keeper Routine und Kaltschnäuzigkeit.

Mangelte es im Mitteldrittel noch an der Chancenverwertung, so gab das Überzahltor durch Kercs in der 43. Minute Mut für den Endspurt. Trainer Hefner hatte seine Mannen nicht nur in der Kabine noch einmal heiß gemacht, er arbeitete vielmehr auch auf der Bank intensiv mit ihnen. Doch so sehr sie sich auch mühten, es wollte einfach kein Treffer mehr gelingen, weil nunmehr auch die Kraft fehlte und damit die Konzentration nachließ. Insgesamt war der Coach wie auch die 250 Zuschauer mit der Leistung des EVP zufrieden. Wenn schließlich doch eine knappe Niederlage quittiert werden musste, so war das vor allem der Klasse des dreifachen Torschützen Miculka geschuldet, der zusammen mit Daniel Krieger zum besten Spieler des Abends gewählt wurde.

Die Torfolge: 1:0 (3.) Kercs/Adler/Hausauer, 1:1 (12.) Miculka/Hills/T. Brenninger (5 gegen 4), 1:2 (18.) Miculka (4 gegen 5), 1:3 (34.) Miculka/Hills/Sorsek, 2:3 (43.) Kercs/Krieger (5 gegen 4).

Strafen: EVP sechs, ESCD 14 plus zehn Minuten für Göttlicher (Bandencheck).

Bericht und Bild: Isi Reinl

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