Friedliches Derby: EVP bot Meister lange Paroli

Trotz einer 1:3-Niederlage hat sich der EV Pegnitz in einem absolut friedlichen Franken-Derby gegen den Bayernliga-Meister Höchstadter EC vor 500 Zuschauern achtbar aus der Affäre gezogen. Damit haben die Ice Dogs die Vorrunde als Tabellenelfter beendet und treffen nun in der Abstiegsrunde neben den Ligakonkurrenten Schongau und Germering auf die besten fünf südbayerischen Landesliga-Vertreter Klostersee, Bad Wörishofen, Kempten, Reichersbeuren und Fürstenfeldbruck.

Derby-Stimmung im Pegnitzer Stadion: Bei hervorragenden äußeren Bedingungen standen sich im Vorrunden-Finale die beiden einzigen fränkischen Vertreter in der Eishockey-Bayernliga gegenüber. Der vor einer Woche vorzeitig gekrönte Meister Höchstadt hatte zahlreiche Fans mitgebracht, die sich wie auch die Pegnitzer äußerst friedlich verhielten, und so konnten sich auch die Ice Dogs endlich einmal vor vollen Rängen präsentieren.

Anders als im Hinspiel, als sie in ihrer trainerlosen Zeit bei der 2:11-Niederlage nicht konkurrenzfähig waren, präsentierten sie sich im Rückspiel technisch und läuferisch auf Augenhöhe und dies, obwohl Trainer Josef Hefner die Angriffsreihen umstellen musste, nachdem Pierre Kracht immer noch an den Folgen eines Bandenchecks in Schongau laboriert. Für ihn rückte Carsten Hörl neben Daniel Vlach und Stefan Hagen in die zweite Formation. Aber auch die Alligators waren nicht vollzählig, mussten sie doch unter anderem auf ihren Torjäger VitaliJ Aab verzichten.

Die Ice Dogs zeigten keinerlei Respekt vor dem Tabellenführer und so wurde den 500 Zuschauern ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten geboten. Wie clever aber die Alligators agieren, bewiesen sie insbesondere, als sie ab der 6. Minute drei Strafzeiten in Folge kassierten, ohne dass dies der EVP hätte in Tore ummünzen können.

Nach der ersten Strafe für Nikolai Pleger Ende des ersten Drittels begannen die Aischgründer den Mittelabschnitt in Überzahl. Die größte Chance aber eröffnete sich bei einem Konter den Ice Dogs, die jedoch am HEC-Keeper Carsten Metz scheiterten. Auch in der 30. Minute musste er bei einem Angriff der zweiten Pegnitzer Formation noch einmal Kopf und Kragen riskieren, um einen Rückstand seiner Truppe zu verhindern.

Als dann aber Robin Niedermeier kurz darauf in die Kühlbox musste, schoss Daniel Jun den Meister nach nur 25 Sekunden Powerplay in Führung. Mehr aber ließen die Ice Dogs vor allem dank ihrer disziplinierten Abwehrarbeit vorerst nicht zu, in der Daniel Krieger mit aushalf, nachdem er entgegen aller Befürchtungen trotz einer Oberschenkelzerrung doch mit von der Partie war.

Im Schlussdrittel schien es nach drei Hinausstellungen in Folge eng zu werden für den EVP, zumal erneut Jun die 5:3-Überzahl für die Panzerechsen zum 0:2 nützte. Doch die Ice Dogs gaben sich noch lange nicht geschlagen. Ganz im Gegenteil: Sie brannten in der Folge ein regelrechtes Feuerwerk auf das HEC-Gehäuse ab und wurden schließlich auch belohnt, als Michael Kuhn nach einem sehenswerten Alleingang auf 1:2 verkürzte. Obwohl der EVP danach dem Ausgleich mehrfach nahe war, entschied schließlich ein abgefälschter Schuss von Ales Kreuzer zum 1:3 die Partie.

Trotz der Niederlage war Trainer Hefner mit der Leistung seiner Mannen hochzufrieden: “Wir haben trotz der Niederlage gegen einen oberligareifen Gegner über weite Strecken mitgehalten. Darauf lässt sich in der Abstiegsrunde aufbauen.” Zu den Spielern des Abends wuden schließlich verdientermaßen die beiden Keeper Julian Bädermann und Carsten Metz gewählt.

Die Torfolge: 0:1 (31.) Jun/Petrak (5 gegen 4), 0:2 (47.) Jun/Kreuzer/Petrak (5 gegen 3), 1:2 (52.) Kuhn/Skarupa, 1:3 (57.) Kreuzer/Grau/Roth.

Strafen: EVP zwölf, HEC zehn Minuten.

Bericht und Foto: Isi Reinl

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