Hungrige Ice Hogs verpassten EVP einen herben Dämpfer

Ungemein kampfstarke Ice Hogs aus Pfaffenhofen, die keinerlei Klassenunterschied erkennen ließen, haben dem EV Pegnitz mit einer 3:4-Niederlage einen Dämpfer im Kampf um den Erhalt der Bayernliga verschafft. Die Ice Dogs fielen durch die erste Niederlage in diesem Jahr auf den fünften Rang zurück.

Wer sich wie Edel-Fan „Speedy“ Bursee vor dem Anpfiff nur mit der Frage nach der Höhe des Siegs befasste, musste sich schon nach 31 Sekunden die Augen reiben. Die Ice Hogs starteten furios, belagerten sofort das Tor der Ice Dogs und gaben Julian Bädermann beim ersten Angriff das Nachsehen, als Dilion Duprey im Nachschuss die Führung erzielte. Damit hatte niemand gerechnet, stand doch Trainer Josef Hefner ein 19-köpfiger Kader zur Verfügung und dies, obwohl Darnell Pruett (Rippenprellung) und Pierre Kracht (Fußverletzung) fehlten. Für Letzteren rückte Stefan Hagen wieder in den Sturm.

Pfaffenhofen wirkte erstaunlich präsent, überzeugte mit sicherem Kombinationsspiel, marschierte nach Belieben durch die EVP-Abwehr und feuerte aus allen Rohren, in der Hoffnung, wie beim Führungstreffer Abpraller verwerten zu können. Weil die Gastgeber schon im Aufbau gestört wurden, spielte sich das Geschehen vorwiegend im Pegnitzer Drittel ab. Die Entlastungsangriffe der Ice Dogs beschränkten sich zu oft auf Einzelaktionen, dazu mangelte es an der Passgenauigkeit und in der Verteidigung fehlte der nötige Körpereinsatz.

Mit einer feinen Einzelaktion beruhigte Sven Adler in der 11. Minute nach einem Alleingang über das halbe Feld die Anhänger. Nach dem 1:1-Ausgleich hatte es vorübergehend den Anschein, als würde Pegnitz nun das Zepter übernehmen können, doch kurz vor der Pausensirene legten die Gelben erneut vor, wieder gegen die Paradereihe des EVP.

Auch im Mitteldrittel boten die Ice Hogs weiter Vollgas-Eishockey, so dass nichts auf einen Klassenunterschied hindeutete. Wieder wurde ihr Einsatz durch ein frühes Tor in der 22. Minute belohnt, erzielt durch einen platzierten Weitschuss, der nicht unhaltbar erschien. Das Match wurde immer rassiger. Beide Teams zeigten vollen Einsatz. Einen Schock musste der Landesligist verkraften, als Jakub Felsoci mit einer Schulterverletzung vorzeitig ausschied.

Nach einer sehenswerten Kombination brachte Michal Mlynek seine Mannen nach Vorarbeit von Roman Navarra und Aleksandrs Kercs zwar auf 2:3 heran, zu mehr reichte es in diesem Abschnitt aber nicht, zumal sich die Ice Dogs nun auch mehrere Strafzeiten leisteten.

„Wir sind gut unterwegs, aber es ist noch ein weiter Weg“, waren sich die ECP-Fans in der letzten Pause sicher. Ihr Team enttäuschte sie nicht, spielte weiter ungemein hungrig und bereitete dem EVP mit aggressivem Forechecking in Serie größte Mühe, sich überhaupt aus seinem Drittel zu befreien. Josef Hefner appellierte an seine Mannen, das Spiel zu beruhigen, doch diese lieferten sich immer mehr einen offenen Schlagabtausch mit einem überraschend starken Gegner.

In Unterzahl wäre bei einem Konter der Ausgleich möglich gewesen, doch trotz einer 2:1-Situation konnten sich die Ice Dogs nicht durchsetzen. Fast im direkten Gegenzug präsentierten die Oberbayern mit schnörkellosem, direkten Eishockey das 2:4. Nun setzte Pegnitz alles auf eine Karte und nahm in den Schlussminuten Torwart Bädermann vom Eis. Beim ersten Mal klappte dies: Sven Adler, der Spieler des Abends, verkürzte 63 Sekunden vor Schluss auf 3:4, doch zum Ausgleich reichte es beim zweiten Versuch nicht mehr.

Die Torfolge: 0:1 (1.) Duprey/Fardoe/Stähle, 1:1 (11.) Adler/Schwarz, 1:2 (20.) Endreß/Welter/Duprey, 1:3 (22.) Pielmeier/Gebhardt/Neubauer (4 gegen 4), 2:3 (32.) Mlynek/Navarra/Kercs, 2:4 (47.) Endreß/Stähle/Duprey, 3:4 (59.) Adler/Wolsch/Navarra (6 gegen 5).

Strafen: EVP zehn, ECP sechs Minuten.

Bericht und Bild: Isi Reinl

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