Ice Dogs auch beim 2:9 in Bad Kissingen nur Kanonenfutter

In einem Boxkampf müsste der Trainer in einem solchen Fall eigentlich das weiße Handtuch werfen, im Eishockey freilich geht das nicht, auch wenn der EV Pegnitz in seiner aktuellen Situation für die gegnerischen Vereine nur Kanonenfutter ist. Selbst beim Neuling Bad Kissingen mussten die Ice Dogs jetzt eine 2:9-Niederlage einstecken.

EC Bad Kissingen – EV Pegnitz 9:2 (3:0/2:1/4:1) – Die Ice Dogs reisten allenfalls mit einer Außenseiterchance zum Aufsteiger, der sich durch achtbare Ergebnisse im vorderen Tabellendrittel eingenistet hat. Ohne Christof Mendel, Simon Schwarz, Ralf Skarupa und Ingo Krapf hatte Coach Josef Hefner wiederum lediglich 15 Feldspieler zur Verfügung plus zwei Keeper, von denen diesmal Maximilian Schmidt den Vorzug erhalten hat, um das Nervenkostüm von Julian Bädermann zu schonen. Ihn traf an der Höghe der späteren Niederlage keine Schuld.

In der eiskalten Kissinger Halle überstand der EVP zwar gleich am Anfang eine Strafzeit gegen Darnell Pruett, doch kurz darauf klingelte es bei eigener Überzahl im Tor der Ice Dogs. War das Tor durch den EC-Neuzugang Anton Zimmer vom Oberligisten Crocodiles Hamburg schon ärgerlich genug, so erhöhte vier Minuten später mit Christian Masel ausgerechnet ein Stürmer auf 2:0, der in den Jahren von 2013 bis 2015 in Pegnitz gespielt hat. Das 3:0 durch Anton Seewald noch vor der Pause sorgte weiter für Entmutigung beim Tabellenletzten.

Auch im Mitteldrittel bestimmten die Unterfranken weitgehend das Spielgeschehen. Erst nach zwei weiteren Treffern durch den Ex-Schweinfurter Kevin Marquardt nach einem Schnitzer von Pruett und erneut durch Zimmer konnten die Ice ein erstes Erfolgserlebnis verbuchen, als Simon Schwarz auf Zuspiel von Michael Kuhn und Roman Navarra das 5:1 markierte.

Die Bäderstädter zeigten sich dadurch nur wenig beeindruckt, machten weiter das Spiel und zogen durch den Spielertrainer Mikhail Nemirovsky, Seewald und den früheren Timmendorfer Oberliga-Crack Tim Dreschmann auf 9:1 davon, wobei sie zwei Mal Pegnitzer Strafzeiten eiskalt ausnützten. Der EVP hatte zwar auch die eine oder andere Gelegenheit, doch Patrick Fritz und Aleksandrs Kercs konnten nicht einmal hundertprozentige Chancen in Torerfolge verwandeln. Auch das Überzahlspiel brachte nichts ein. Wenigstens gelang Sven Adler mit dem 9:2 auf Zuspiel von Kercs kurz vor Schluss noch eine kleine Ergebniskorrektur.

Die Torfolge: 1:0 (7.) Zimmer (4 gegen 5), 2:0 (11.) Masel, 3:0 (15.) Seewald, 4:0 (23.) Marquardt, 5:0 (26.) Zimmer, 5:1 (36.) Schwarz/Kuhn/Navarra, 6:1 (41.) Nold (5 gegen 4), 7:1 (43.) Nemirovsky, 8:1 (50.) Seewald (5 gegen 4), 9:1 (56.) Dreschmann, 9:2 (58.) Adler/Kercs.

Strafen: Bad Kissingen zehn, EVP 14 Minuten.

Bericht: Isi Reinl, Foto: EV-Pegnitz

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