Ice Dogs bekamen Eindruck vom Abstiegskampf

Einen ersten Vorgeschmack auf die Härte des Abstiegskampfes bekamen die Ice Dogs, als sie sich am Sonntag nach einem Kampf auf Biegen und Brechen den Mammuts Schongau in der Verlängerung mit 3:4 Toren geschlagen geben mussten. Der EVP konnte dabei in keiner Weise an die am Freitag gezeigte Galavorstellung anknüpfen.

Nach der Papierform und der Galavorstellung gegen Germering vom Freitag fuhr der EVP erwartungsvoll zu den Oberbayern, konnten diese doch seit Mitte Dezember kein Erfolgserlebnis mehr für sich verbuchen. Doch die Ice Dogs, die sich zudem für die unnötige 4:7-Niederlage im Hinspiel revanchieren wollten, sahen sich mit unerwartet harter Gegenwehr der Mammuts konfrontiert. In einem von vielen Strafzeiten gekennzeichneten zerfahrenen ersten Drittel konnte sich lange kein Team entscheidend durchsetzen.

So dauerte es bis zur 17. Minute, ehe der Verteidiger Daniel Holzmann die Gastgeber in Führung schoss und das sogar in Unterzahl, nach einem Konter kurz vor Ende eines Pegnitzer Powerplay. Die Gäste präsentierten sich weit entfernt von der am Freitag gezeigten Form, leisteten sich allein im ersten Durchgang fünf Strafzeiten und sorgten zudem mit individuellen Fehlern immer wieder dafür, dass sich Schongau gut in Szene setzen konnte.

Auch im Mitteldrittel wurde auf beiden Seiten mit harten Bandagen gekämpft, so dass die Ice Dogs einen ersten Eindruck gewannen, was in der Abstiegsrunde auf sie zukommen wird. Mehrfach flogen die Fäuste und wieder waren die Strafbänke gut gefüllt. So mussten auf Pegnitzer Seite unter anderem Aleksandrs Kercs und Julian Bädermann für ihre Boxeinlagen büßen.

Auch in diesem Abschnitt sollte es wieder 17 Minuten bis zum nächsten Treffer dauern. Diesmal zeigten die Ice Dogs mit dem Ausgleich durch Robin Niedermeier, dass sie ihren Aufwärtstrend unbedingt fortsetzen wollten, auch wenn es aus der Abstiegsrunde seit Freitag auch rein rechnerisch kein Entrinnen mehr gibt. Danach ging es Schlag auf Schlag: Zunächst legten die Mammuts wieder vor, ehe Aleksandrs Kercs erneut ausglich. Zumindest dieses Drittel hatten die Schützlinge von Trainer Josef Hefner somit erfolgreich gestaltet.

Mit der erstmaligen Führung durch Florian Zeilamnn schienen die Mannen um den in der vergangenen Woche neu gewählten Kapitän Christof Mendel endgültig auf die Siegerstraße einbiegen zu können. Doch Markus Jänichen sorgte mit dem 3:3 dafür, dass es auch in der Schlussphase einen Kampf auf Biegen und Brechen gab. Besonders schmerzlich für den EVP war dabei, dass Pierre Kracht nach einem Bandencheck in dieser wichtigen Phase nicht mehr zur Verfügung stand.

Nachdem sich in der regulären Spielzeit keine Mannschaft durchsetzen konnte, musste die Verlängerung entscheiden, die für die Ice Dogs nach einer weiteren Strafe zu allem Überfluss auch noch in Unterzahl begann. Diesen Vorteil ließen sich die Mammuts nicht entgehen und sicherten sich nach 55 Sekunden Powerplay durch den goldenen Treffer von Markus Klein den wichtigen Zusatzpunkt.

Die Torfolge: 1:0 (17.) Holzmann (4 gegen 5), 1:1 (34.) Niedermeier/Vlach/Kracht, 2:1 (37.) Schweiger, 2:2 (39.) Kercs/Adler/Zeilmann, 2:3 (51.) Zeilmann/Kercs/Mendel, 3:3 (56.) Jänichen, 4:3 (61.) Klein.

Strafen: Schongau 16, EVP 22 Minuten.

Bericht und Foto: Isi Reinl

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