Ice Dogs droht ein knüppelharter Abstiegskampf

Die Fans der Ice Dogs tun gut daran, sich auf einen knüppelharten Abstiegskampf einzustellen. Zwar war am Wochenende unter Regie des neuen Trainers Josef Hefner eine Aufwärtstendenz festzustellen, das änderte aber nichts daran, dass der EVP seit nunmehr sieben Spielen sieglos ist.

Wintergame-Stimmung herrschte gestern im Eisstadion. Allerdings wirbelten anfangs eher die Schneeflocken, denn die Cracks, deren Aktionen doch allzusehr durch die Schneeauflage am Eis gebremst worden sind. Beide Teams versuchten sich deshalb bevorzugt in Weitschüssen, ohne allerdings die Keeper damit nennenswert fordern zu können. Erst bei einer 4:3-Überzahl erhöhten die Bierstädter den Druck, zunächst noch ohne Erfolg.

Als EVP-Coach Josef Hefner drei Minuten später die dritte Formation aufs Eis schickte, ließ sein Gegenüber Thomas Vogl seine Routiniers absichtlich länger agieren. Der Lohn der taktischen Finesse war die Führung, die Erding nur Sekunden später sogar hätte ausbauen können, als sich der erste Block der Ice Dogs einen bösen Abwehrschnitzer leistete. Gegen Drittelende spielten die Gastgeber vier Minuten in Überzahl und nahmen dabei zwar das TSV-Gehäuse mächtig unter Beschuss, konnten aber das Ergebnis nicht korrigieren.

Befreit vom Schnee nahm das Match vor 160 Zuschauern im Mitteldrittel deutlich an Fahrt auf. Pegnitz drängte nun vehement, doch die zwingenderen Chancen erarbeiteten sich die Gladiators, die geradlinige Kombinationen vortrugen, während sich die Ice Dogs wieder zunehmend in Einzelaktionen versuchten. Weil die Oberbayern zudem im Abschluss kaltschnäuziger handelten, erhöhten sie ihre Führung bis zur zweiten Sirene durch Treffer von Daniel Krzizok und Dennis Berndt auf 0:3, während der EVP, der diesmal auf Daniel Sevo, Ralf Skarupa und Sergej Hausauer verzichten musste, kein Mittel fand, den TSV-Schlussmann Jonas Steinmann zu überwinden.

Im Schlussdrittel setzte Hefner alles auf eine Karte, reduzierte in der Abwehr auf zwei Reihen und verzweifelte ebenso wie die Zuschauer, weil im EVP-Sturm Knipser von der Klasse eines Markus Schwindl fehlen. Erding dagegen machte mit dem 0:4 alles klar. Wieder blieben die vermeintlichen Leistungsträger blass und so wurde schließlich Johannes Seidinger aus dem dritten Sturm zum besten Spieler gekürt. Der Coach war bedient: “Erding hat nicht etwa dominiert, sie haben vielmehr unsere Fehler vor dem eigenen Tor gnadenlos ausgenützt. Wir dagegen hätten vermutlich noch Stunden spielen können, ohne einen Treffer zu erzielen.”

Die Torfolge: 0:1 (11.) Deubler/Lorenz, 0:2 (31.) Krzizok/Bernhardt/Zimmermann, 0:3 (38.) Berndt/Pfeifer, 0:4 (51.) Mühlbauer/Wagner.

Strafen: EVP zehn, TSVE zehn Minuten.

Bericht: Isi Reinl, Foto: EV Pegnitz

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