Ice Dogs im freien Fall: Erneutes Desaster in Erding

Bei den Ice Dogs schrillen spätestens seit diesem Wochenende die Alarmglocken, präsentiert sich doch das Team aktuell wie im freien Fall. Am Freitag unterlag der EVP dem Tabellenletzten Moosburg mit 4:8 Toren, am Sonntag hagelte es nach einer hoffnungsvollen 1:0-Führung in Erding gar eine 2:9-Niederlage.

Offensichtlich hatten sich die Ice Dogs nach dem Desaster vom Freitag, als sie beim Tabellenletzten Germering schon nach dem ersten Drittel mit 0:4 Toren zurücklagen, viel vorgenommen, obwohl sie nur eine Rumpftruppe aufbieten konnten: Fehlten Hausauer, Sikorski, Adler, Seidinger, Lang und Hörl ohnehin krankheitsbedingt, so verletzte sich auch noch Vinzenz Pleger beim Aufwärmen. Sie standen unter dem Strich nur zwei Blöcke zur Verfügung.

Trotzdem wirkten die Gäste im Nachholspiel in Erding anfangs wesentlich konzentrierter, wobei sie auch davon profitierten, dass sich die Gladiatoren durch zahlreiche Strafzeiten selbst schwächten. In Überzahl gelang dem EVP zwar kein Treffer, aber kurz nach dem ersten Powerplay klingelten die Oberfranken schon einmal am Pfosten des ehemaligen Rosenheimer DNL-Keepers Jonas Steinmann. In der 16. Minute wurden die Bemühungen der Gäste mit dem Führungstreffer durch Daniel Krieger belohnt. Vielleicht hätten die Mannen vor Keeper Maximilian Müller den Vorsprung in dieser Phase ausbauen sollen, als sie für den Rest des ersten Durchgangs nach weiteren Strafen für den TSV mit einem Mann mehr agierten, doch ein weiteres Erfolgserlebnis blieb aus. Das sollte sich rächen.

Nach der Pause ging es weiter mit den Strafzeiten, für Erding und erstmals auch für Pegnitz. Als beide Teams einen Spieler in der Kühlbox hatten, sorgte Daniel Krzizok für den schnellen Ausgleich. Das brachte die Gäste aus der Fassung. In der Folge präsentierten sich die Oberbayern wie eine Walze, während der EVP den Spielbetrieb praktisch einstellte. Mitte dieses Spielabschnitts kam es dann knüppeldick für die Ice Dogs: Zunächst schoss wiederum Krizok die Bierstädter erstmals in Front und nicht einmal eine Minute später erhöhte Kilian Steinmann auf 3:1. Das war aber nicht der einzige Doppelpack in diesem Drittel: Kurz vor der zweiten Pause besorgte Florian Zimmermann das 4:1 und eineinhalb Minuten versenkte Deubler bei einer Hinausstellung für Krieger den Puck in Überzahl gar zum 5:1. Die Vorsätze aus dem Spiel gegen Moosburg hatten also nicht lange nachgewirkt, kassierten doch die Sikorski-Schützlinge diesmal sogar fünf Gegentreffer in einem Drittel.

Als Aleksandrs Kercs im Schlussabschnitt zwei Minuten pausieren musste, stellten die Glatiators die Weichen mit dem 6:1 endgültig auf Sieg. Pegnitz wirkte nunmehr wie im freien Fall, präsentierte sich völlig von der Rolle und kassierte weiter Gegentreffer in Serie, woran auch ein Torwartwechsel nach dem 8:1 nichts änderte, als sich Maximilian Müller von Julian Bädermann ablösen ließ. Wenigstens gelang Kercs mit dem 8:2 noch etwas Ergebniskosmetik.

Die Torfolge: 0:1 (16.) Krieger, 1:1 (24.) Krzizok (4 gegen 4), 2:1 (30.) Krzizok, 3:1 (31.) K. Steinmann, 4:1 (38.) Zimmermann, 5:1 (39.) Deubler (5 gegen vier), 6:1 (44.) Bernhardt (5 gegen 4), 7:1 (45.) Pfeiffer, 8:1 (46.) Krzizok, 8:2 (53.) Kercs, 9:2 (55.) Michl.

Strafen: Erding zwölf, Pegnitz vier Minuten.

Bericht : Isi Reinl Foto: Renate Lorenz-Wich

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