Ice Dogs landen mit 4:2-Sieg Coup in Geretsried

„Wir fahren nicht als Punktelieferant nach Geretsried“, hatte Jens Braun, der sportliche Leiter des EVP, versprochen. Die Mannschaft hat ihm Recht gegeben, mit dem 4:2-Erfolg einen Überraschungs-Coup gelandet und damit den Sprung auf den elften Tabellenplatz geschafft.

Die Ice Dogs, die bis auf Michael Kuhn und Ralf Skarupa komplett antreten konnten, hatten sich viel vorgenommen. So agierte der EVP denn auch in den ersten 15 Minuten überraschend clever und verstand es immer wieder, die Riverrats vom Tor fernzuhalten. Auf der anderen Seite nahmen die Gäste das ESC-Gehäuse massiv unter Beschuss, mit Erfolg: Schon beim ersten Powerplay netzte Routinier Daniel Sikorski ein, schön freigespielt von Sven Adler und Sergej Hausauer.

Das gab den Oberfranken Auftrieb. Unmittelbar danach scheiterten sie zwei Mal am Pfosten und hatten auch sonst noch gute Gelegenheiten. Als die Ice Dogs bei weiteren zwei Minuten Unterzahl für Geretsried den Vorsprung hätten ausbauen können, riss indes plötzlich der Faden. Nikolai Pleger leistete sich eine völlig unnötige Strafe, Hausauer verzockte sich beim Spielaufbau an der blauen Linie und die Flussratten bedankten sich mit dem zu diesem Zeitpunkt überraschenden Ausgleich durch den Tschechen Ondrej Horvath. Mehr noch: Anschließend spielten sie wie befreit auf und so war es nur Julian Bädermann zu verdanken, dass der EVP nicht in Rückstand geriet.

Zu Beginn des Mitteldrittels forcierten beide Teams den Körpereinsatz und so füllten sich die Strafbänke. Zu allem Überfluss handelte sich auf Geretsrieder Seite Michael Hüsken auch noch eine zehnminütige Disziplinarstrafe ein. Die Ice Dogs hatten offensichtlich ihre Schwächeperiode überstanden, spielten wieder engagiert nach vorne und stellten insgesamt das aktivere Kollektiv.

Als der Aufbau der Rats wieder einmal früh gestört wurde, vollendete Stefan Hagen clever. Und Pegnitz setzte nach: Zunächst scheiterte Daniel Sevo zwar noch am ESC-Keeper, doch dann verwertete Kapitän Hausauer den Rebound und schob durch die „Hosenträger“ von Martin Morczinietz zum 3:1 ein. Geretsried war in diesem Abschnitt im Grunde nur bei einer 5:3-Überzahl gefährlich, fand aber zwei Mal in Bädermann seinen Meister.

Mit einer nunmehr deutlich defensiveren Einstellung war die von Sascha Fitzek betreute Truppe im Schlussdrittel bemüht, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Das eröffnete Geretsried einige gute Gelegenheiten. Doch Bädermann war in allen Situationen Herr der Lage, auch als er in Erwartung eines Icing-Pfiffes nach einem ESC-Befreiungsschlag neben seinem Kasten stand und – als der Pfiff ausblieb – trotzdem mit seinem Schläger gegen den aus kurzer Distanz einschussbereiten Stürmer rettete.

Nach dem letzten Wechsel nahmen die Riverrats eine frühe Auszeit, ohne damit zunächst etwas bewirken zu können, auch nicht, als Aleksandrs Kercs wieder einmal in der Kühlbox saß. Zwei Minuten vor Ende machten sie es mit dem Anschlusstreffer aber noch einmal spannend. Geretsried setzte nun alles auf eine Karte, nahm den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis und lief dem EVP so „ins Messer“: 30 Sekunden vor dem Abpfiff machte erneut Stefan Hagen mit einem Empty-Net-Goal zum 4:2 den überraschenden Pegnitzer Erfolg perfekt.

Die Torfolge: 0:1 (8.) Sikorski/Adler (5 gegen 4), 1:1 (16.) Horvath/Merl (4 gegen 4), 1:2 (27.) Hagen, 1:3 (33.) Hausauer/Adler, 2:3 (58.) Meierl/Lauer, 2:4 (60.) Hagen/Hausauer (ENG).

Strafen: Geretsried 14 plus zehn Minuten Disziplinarstrafe für Hüsken, Pegnitz 14 Minuten.

Bericht: Isi Reinl, Foto: Isi Reinl

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