Ice Dogs mussten nach 4:1-Führung um Sieg zittern

Das war knapp: Trotz einer 4:1-Führung nach dem zweiten Drittel musste der EV Pegnitz nach einer Aufholjagd des Landesliga-Zweiten ESC Kempten in der Schlussphase noch um den Sieg zittern. Schließlich sicherte Daniel Vlach mit seinem goldenen Treffer zum 5:4 in der Verlängerung doch noch den wichtigen Zusatzpunkt.

ESC Kempten – EV Pegnitz 4:5 n. V. (0:2/1:2/3:0) – Höchste Konzentration hatte Trainer Josef Hefner für die Verzahnungsrunde mit den besten südbayerischen Landesligisten von seinen Mannen gefordert. Wie recht er damit hatte, zeigte sich schon nach 30 Sekunden, als der EVP-Keeper Julian Bädermann nach einem Alleingang der Allgäuer Kopf und Kragen riskieren musste, um einen frühen Rückstand zu verhindern. Die Ice Dogs ließen sich davon aber nicht schocken, ganz im Gegenteil. Sie agierten nunmehr hellwach und wurden schon nach knapp drei Minuten mit der Führung durch Sergej Hausauer belohnt.

Das gab den Oberfranken Rückhalt und so wurde die Überlegenheit des Bayernligisten immer deutlicher. Pegnitz diktierte in dieser Phase zunehmend das Geschehen, erarbeitete sich zahlreiche gute Einschussmöglichkeiten und ließ Kempten nicht so recht zur Entfaltung kommen. Aleksandrs Kercs erhöhte folgerichtig auf 2:0. Die beste Torgelegenheit eröffnete sich den Gastgebern in der 13. Minute, als sie einen Penalty zugesprochen bekamen, den Christian Engler allerdings nicht verwandeln konnte.

ESC-Coach Andreas Becherer hat das sicher nicht gefallen, hatte er doch im Vorfeld auf die eigene Heimstärke gesetzt, schließlich hatten die Sharks in dieser Saison zu Hause bisher erst einmal verloren. „Wir müssen den Schwung aus der Landesliga mitnehmen“, hatte er seinen Mannen eingetrichtert und sie schienen ihm zu folgen, verkürzte doch Tobias Epp gleich zu Beginn des Mitteldrittels auf 2:1, wobei der Puck Bädermann unglücklich durch die Schoner rutschte.

„Nichts passiert“, beruhigte Hefner die Ice Dogs, ehe er Mitte des Drittels um seinen Stürmer Johannes Seidinger bangen musste, der nach einem Schlag ins Gesicht mit drei Stichen genäht werden musste, danach aber weiterspielen konnte. Sven Adler, der eine Strafzeit absitzen musste, gab die richtige Antwort. Aus der Kühlbox kommend erzielte er in Überzahl das wichtige 3:1, dem erneut Kercs bei einem Powerplay-Konter sechs Sekunden vor der Pausensirene das 4:1 folgen ließ.

Wer unter den zahlreich mitgereisten Pegnitzer Fans gedacht hatte, dass die Messe damit gelesen sei, der musste sich eines Besseren belehren lassen. In der 43. Minute ließ der quirlige Kanadier Corey Pawley bei 4:2 sein Können aufblitzen und nur zwei Minuten später sorgte Tobias Pichler gar für den 4:3-Anschlusstreffer.

Grund genug für den Pegnitzer Coach, eine Auszeit zu nehmen und die Ice Dogs, die erstmals gleich mit vier Kontingentspielern angetreten sind, auf die wichtige Schlussphase einzustimmen, die noch einmal richtig spannend wurde, als erneut Epp nur eineinhalb Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den 4:4-Ausgleich erzielte. Was nach dem zweiten Drittel kaum jemand für möglich gehalten hatte, trat ein: Das Spiel ging in die Verlängerung. Hier sorgte schließlich der Tscheche Daniel Vlach schon in der ersten Minute Overtime für den wichtigen Treffer zum 5:4-Auswärtserfolg.

Die Torfolge: 0:1 (3.) Hausauer, 0:2 (11.) Kercs, 1:2 (22.) Epp, 1:3 (29.) Adler (5 gegen 4), 1:4 (40.) Kercs (5 gegen 4), 2:4 (43.) Pawley, 3:4 (45.) Pichler, 4:4 (59.) Epp, 4:5 (61.) Vlach.

Die weiteren Ergebnisse: EA Schongau – SC Reichersbeuern 3:1, EV Fürstenfeldbruck – EV Bad Wörishofen 2:0, Wanderers Germering EHC Klostersee 1:5. Tabelle: 1. Klostersse, 2. Schongau, 3. Fürstenfeldbruck, 4. Pegnitz, 8. Germering.

Bericht: Isi Reinl, Foto: Renate Lorenz-Wich

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