Ice Dogs nach Führung von Königsbrunn deklassiert

Nach dem 6:3-Erfolg über den Oberliga-Absteiger Miesbach vom Freitag war unter den EVP-Fans die Erwartung für das erste, nach Mitterteich verlegte Heimspiel groß. Doch gegen den Aufsteiger Königsbrunn konnten die Ice Dogs wieder nur ein Drittel mithalten und mussten schließlich eine weitere, deutliche Niederlage einstecken.

EV Pegnitz – EHC Königsbrunn 2:9 (1:0/0:4/1:5) – Die Vorgaben für dieses Match waren höchst unterschiedlich. Pegnitz wollte an den ersten Saisonerfolg vom Freitag anknüpfen, während EHC-Coach Fabio Carciola nach der 3:6-Niederlage im Aufsteiger-Duell gegen Bad Kissingen mit seinen Mannen haderte, weil sie die Unterfranken nach gutem Beginn durch eigene Fehler auf die Siegerstraße gebracht hatten. Die Kritik schien Früchte zu tragen, doch der Jubel der Pinguine in der 9. Minute war verfrüht, weil die Unparteiischem dem Treffer wegen hohen Stocks die Anerkennung versagten. Ohne Fehl und Tadel dagegen war die Antwort von Robin Niedermeier, der die Ice Dogs nur eineinhalb Minuten später in Führung schoss. Die Vorarbeit beim Treffer des Verteidigers hatte das zuletzt so erfolgreiche Sturm-Duo Navarra und Kercs geleistet. Obwohl sich die Oberfranken in der Folge noch einige Strafzeiten leisteten, bedeutete dieses Ergebnis zugleich den Pausenstand.

Gut vorstellbar, dass der Gästetrainer seinen Pinguinen in der Kabine den Kopf gewaschen hat, denn sie übernahmen im Mitteldrittel eindeutig das Kommando. Der Lohn war der schnelle Ausgleich nach nur eineinhalb Minuten, als Navarra eine Reststrafzeit aus dem ersten Drittel absitzen musste. Jetzt wackelte die EVP-Abwehr, in der zwar Daniel Krieger wieder mit von der Partie war, Ingo Krapf und Simon Schwarz aber weiterhin fehlten. Als die Gäste binnen nicht einmal zwei Minuten zwei Treffer vorlegten, nahm Trainer Josef Hefner eine Auszeit. Ohne nachhaltigen Erfolg: Vier Minuten später bauten die Schwaben die Führung sogar auf 4:1 aus, was bei Pegnitz wieder einmal einen Torwart-Wechsel zur Folge hatte.

Hatten die rund 200 aus Pegnitz nach Mitterteich mitgereisten Fans die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, so machte sich schnell Ernüchterung breit, als der Aufsteiger mit einem weiteren Doppelschlag zum 6:1 binnen 28 Sekunden die Weichen vorentscheidend auf Sieg stellte. Nach dem 7:1 saßen zehn Minuten vor Schluss vorübergehend gleich drei Pinguine in der Kühlbox, was den EHC aber nicht daran hinderte, in Unterzahl zunächst das 8:1 und wenig später in Überzahl das 9:1 zu markieren. Der zweite Pegnitzer Treffer durch Pierre Kracht 46 Sekunden vor der Schluss-Sirene bedeutete nur mehr Ergebnis-Korrektur. Die Ice Dogs fanden sich nach einem kurzen Zwischenhoch wieder auf dem Boden der Tatsachen zurück.

Die Torfolge: 1:0 (10.) Niedermeier/Navarra/Kercs, 1:1 (22.) Rinke (5 gegen 4), 1:2 (26.) Carciola, 1:3 (28.) Auger, 1:4 (32.) Schütz, 1:5 (43.) Schütz, 1:6 (44.) Fettinger, 1:7 (48.) Trupp (5 gegen 4), 1:8 Carciola (53.) (4 gegen 5), 1:9 (58.) Forster (5 gegen 4), 2:9 (60.) Kracht.

Strafen: EVP 18, Königsbrunn zehn Minuten.

Bericht: Isi Reinl, Bild: EV-Pegnitz

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