Ice Dogs ohne Eis und mit vielen Problemen

Problematisch wie selten zuvor verläuft heuer der Start des EVP in die neue Saison. Der “goldene Oktober” und Umbaumaßnahmen im Stadion sorgen dafür, dass die Ice Dogs am fünften Spieltag immer noch nicht über eigenes Eis verfügen. Am heutigen Freitag treten sie im oberbayerischen Erding an, das Heimspiel am kommenden Sonntag, 21. Oktober, gegen Klostersee wurde dagegen auf den 11. November verlegt.

TSV Erding – EV Pegnitz (Freitag, 20 Uhr) – EVP-Coach Josef Hefner ist nicht zu beneiden. Zuletzt in Passau standen ihm von Anfang an nur sieben Stürmer und vier Verteidiger zur Verfügung. Als dann auch noch Christof Mendel mit einem Knöchelbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, konnte Hefner gerade noch zwei Blöcke aufbieten. Kein Wunder, dass die Ice Dogs punktemäßig wieder leer ausgingen, obwohl die Rumpftruppe eine tolle Moral gezeigt und sprichwörtlich bis zum Umfallen gekämpft hat.

Auch an diesem Wochenende hat die Personalnot noch kein Ende. Für Christof Mendel ist nach seiner Operation zumindest die Vorrunde “gelaufen”, der Ex-Haßfurter Ingo Krapf fehlt wegen einer erneut aufgebrochenen Schulterverletzung ebenfalls länger, der frühere Regensburger Simon Schwarz laboriert weiter an den Folgen einer Gehirnerschütterung, die er sich beim Try-Out in Weiden zugezogen hat, Ralf Skarupa plagt eine langwierige Bauchmuskelzerrung und auch hinter dem Einsatz von Mirko Lang steht am Freitag ein Fragezeichen.

Obwohl das Team bislang als einziges noch ohne Punktgewinn die “rote Laterne” der Bayernliga in der Kabine hängen hat, werden die Verantwortlichen trotzdem nicht nervös. Anders als in den vergangenen Jahren, als in solchen Situationen der Trainer entlassen worden ist, sitzt diesmal Josef Hefner fest im Sattel.

Die Vereinsführung strahlt Zuversicht aus: “So wie die Mannschaft bisher aufgetreten ist, stellen sich spätestens dann, wenn auf eigenem Eis ordentlich trainiert werden kann, auch die Erfolge ein.”

In Passau und Landsberg, bei zwei Vereinen, die in der Tabelle ganz nach oben schielen, haben sich die Ice Dogs zumindest zwei Drittel lang als durchaus konkurrenzfähig erwiesen, so dass die Truppe auch guten Mutes nach Erding fährt, zu einem Verein, der vorwiegend auf Eigengewächse setzt und gänzlich auf Kontingentspieler verzichtet.

Bittere Niederlage

Zuletzt mussten die Bierstädter eine bittere 5:6-Niederlage nach Penaltyschießen beim Oberliga-Absteiger Miesbach hinnehmen, ehe sie im Derby Dorfen mit 6:1 Toren aus der Halle schossen.

Mit derzeit sieben Punkten rangiert der TSV auf Rang fünf, eine Position im Verfolgerfeld, die die Oberbayern mit einem weiteren Erfolg gegen Pegnitz sicher weiter festigen wollen. Allerdings muss sich hierfür die Verteidigung steigern.

Trainer Topias Dollhofer nach dem Match in Miesbach: “In der Defensive waren wir zu harmlos. Bei einigen Treffern haben wir den gegnerischen Spielern regelrecht Geleitschutz vor dem Tor gegeben.” Seine Hoffnung ruht daher auf einer starken Offensive, die immer in der Lage sei, Tore zu schießen. Zuletzt hat hier vor allem der erste Block mit Daniel Krzizok, Florian Zimmermann und Florian Fischer aufhorchen lassen.

Bericht und Bild: Isi Reinl

HAUPTSPONSOR

EV Pegnitz

NEWS

Consent Management mit Real Cookie Banner