Ice Dogs schenkten Trainer Hefner Sieg zum Geburtstag

Aufregung hatte es hinter den Kulissen schon vor dem Match gegeben, nachdem der Verband exakt dasselbe Schiedsrichter-Trio eingeteilt hatte, von dem sich der EVP am Freitag in Passau so massiv benachteiligt gefühlt hat, dass offiziell Protest gegen die Spielwertung eingelegt worden ist. Seinen Cracks riet Trainer Josef Hefner, sich davon nicht beeindrucken zu lassen. Auch die beiden Klatschen, die Moosburg gegen Passau (0:10) und Ulm (1:9) bezogen hatte, sollten nicht dazu verleiten, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.
Die Ice Dogs, die in der aktuellen Tabellensituation unbedingt gewinnen mussten, beherzigten dies, bestimmten deutlich das Geschehen, mussten sich aber stets vor den schnellen Kontern der Gäste in acht nehmen, die ihre Stürmer in Serie mit Steilpässen auf die Reise schickten. Für Beruhigung sorgte dann aber der Führungstreffer durch Sabstian Wolsch.
Im Mitteldrittel gaben die Hausherren mächtig Gas. Michal Mlynek, der Spieler des Abends, erhöhte schon nach 30 Sekunden auf 2:0 und als Aleksandrs Kercs keine eineinhalb Minuten später den Puck mit einem Hammer-Schuss zum 3:0 in die Maschen setzte, nahm der 83-fache Nationaltorwart Bernie Englbrecht auf der Bank der Moosburger eine frühe Auszeit, um seine Mannen neu einzuschwören. Vorübergehend hatte er damit Erfolg, doch mit einem weiteren Doppelschlag Mitte des Drittels stellten erneut Mlynek und Kercs, der sich in blendender Spiellaune präsentierte, die Weichen vorentscheidend auf Sieg.

Eng wurde es nochmal gegen Ende dieses Abschnitts, als der EVP nach Strafzeiten gegen Walz und Kercs, wobei die gegen den Letten sehr fragwürdig erschien, in doppelter Unterzahl agieren musste. Torwart Maximilian Schmidt zeigte hier Glanzparaden in Serie und trotzdem musste er in allerletzter Sekunde doch noch einen Powerplay-Treffer des EVM zum 5:1 hinnehmen.

In das Schlussdrittel startete Pegnitz noch schneller. Als Kercs nach 25 Sekunden das 6:1 besorgt hatte, schien alles gelaufen. Bis die Schiedsrichter eingriffen und praktisch jede Aktion der Ice Dogs mit Strafen belegten, obwohl diese gar keinen Grund hatten, besonders foul zu agieren. Zwölf Strafminuten gegen den EVP plus zehn Minuten und eine Spieldauersperre gegen Seidinger allein in diesem Abschnitt sprechen Bände. Moosburg bedankte sich für diese Schützenhilfe und kam mit drei Treffern in gut einer Minute bei doppelter Überzahl bis auf 6:4 heran. Nun hatten die Gastgeber alle Hände voll zu tun, den Sieg über die Bühne zu bringen, aber es gelang mit einer konzentrierten Leistung.

Die Torfolge: 1:0 (10.) Wolsch/Navarra/Mlynek, 2:0 (21.) Mlynek/Navarra/Kuhn, 3:0 (22.) Kercs/Schwarz, 4:0 (29.) Mlynek/Navarra, 5:0 (31.) Kercs, 5:1 (40.) Möhle/Regan (5 gegen 4), 6:1 (41.) Kercs/Navarra/Mlynek, 6:2 (53.) Krämmer/Möhle/Maier (5 gegen 3), 6:3 (54.) Krämmer (5 gegen 3), 6:4 (54.) Krämmer/Klinecky/Möhle (5 gegen 3).

Strafen: Pegnitz 18 plus zehn Minuten plus Spieldauerstrafe für Seidinger, Moosburg Fehlanzeige.

Bericht und Foto: Isi Reinl

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