Ice Dogs verlieren offenen Schlagabtausch in Germering

Nach dem 10:0-Kantersieg am Freitag gegen den ESC Kempten musste der EV Pegnitz am Sonntag in Germering eine knappe 3:4-Niederlage quittieren. Damit liegen die Wanderers aktuell im Kampf um Platz 3 und den damit verbundenen Verbleib in der Bayernliga vor der EA Schongau.

Wanderers Germering – EV Pegnitz 4:3 (1:1/2:2/1:0) – Für die Wanderers ging es in diesem Match um alles, nachdem der direkte Konkurrent um Rang 3, die EA Schongau, einen Sieg gegen Bad Wörishofen vorgelegt und so nach Punkten gleich gezogen und Germering wegen des besseren Torverhältnisses sogar überholt hatte. Um so schockierender muss es für sie gewesen sein, dass die Ice Dogs schon nach 27 Sekunden durch Aleksandrs Kercs in Führung gingen.

Mit dem Rücken zur Wand kamen die Münchner Vorstädter trotz dieser kalten Dusche immer stärker ins Spiel und gaben bald einen gleichwertigen Gegner ab, zumal EVP-Coach Josef Hefner die Reihen munter durchwechselte, um zum Saisonende allen Cracks Eiszeiten zu geben. Kercs und Daniel Vlach hatten zunächst zwar noch Chancen, den Vorsprung auszubauen, doch als sich die Ice Dogs dann auch noch Strafzeiten einhandelten, nutzte dies Florian Fischer zum Ausgleich. Die Ice Dogs ihrerseits konnten in Überzahl keinen Druck aufbauen und liefen gegen Ende des ersten Drittels sogar Gefahr, bei Kontern über einen stets an der blauen Linie postierten Germeringer Stürmer in Rückstand zu geraten.

Im Mitteldrittel ging es munter hin und her mit Großchancen auf beiden Seiten, etwa als Vaclav Benak mit Schlagschüssen scheiterte, ein Puck von der Latte zurückprallte oder Kercs sich nach Steilpass von Benak im Duell mit dem Torwart verzockte. Gerade als der EVP eine doppelte Unterzahl überstanden hatte, legte Christian Czaika für die Oberbayern erstmals vor, doch Pegnitz schlug postwendend zurück. Zunächst wartete Benak, der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Ice Dogs, hinter dem Germeringer Tor so lange, bis Johannes Seidinger in Position gelaufen war und zum Ausgleich verwandelte. Kurz darauf startete Vlach einen seiner sehenswerten Sololäufe und vollendete im Nachschuss zum 3:2. Bei einem erneuten Powerplay glich Christian Birk mit einem für Maximilian Schmidt unhaltbaren Schuss aus drei Metern Entfernung erneut aus.

Im Schlussdrittel setzte sich der offene Schlagabtausch fort, wobei die Wanderers nicht nur wegen des Tores zum 4:3 durch Nico Rossi deutlich unter Beweis stellten, dass sie den Platz in der Bayernliga behaupten wollen. Aber auch Pegnitz hatte durch Ralf Skarupa, der am Torwart scheiterte, und Daniel Krieger, der nach einem Sololauf nur per Stockschlag gebremst werden konnte, Gelegenheiten. In der Schlussphase nahm Hefner noch Torwart Schmidt vom Eis, doch bei zwei Schüssen scheiterte Pegnitz knapp, so dass die Niederlage gegen Germering besiegelt war.

Torfolge: 0:1 (1.) Kercs/Kracht, 1:1 (6.) Fischer (5 gegen 4), 2:1 (28.) Czaika, 2:2 (31.) Seidinger/Benak, 2:3 (32.) Vlach, 3:3 (35.) Birk (5 gegen 4), 4:3 (42.) Rossi.

Strafen: Germering sechs, Pegnitz 14 Minuten.

Bericht: Isi Reinl, Foto: Renate Lorenz Wich

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