Ice Dogs wollen in Heimspielserie Ruder herumreißen

Mit zwölf Punkten Rückstand auf den angestrebten achten Platz und einer verheerenden Tordifferenz von -45 Treffern „ziert“ der EVP aktuell das Tabellenende der Eishockey-Bayernliga. Das soll sich mit dem neuen Trainer Josef Hefner in der anstehenden Serie von fünf Heimspielen ändern. Leicht wird das am Wochenende gegen den Zweiten Dorfen und Erding nicht.

Man mag es kaum glauben, dass der aktuelle Tabellenzweite zuletzt mit 22 Gegentoren gegen Höchstadt und Peißenberg noch deutlich schlechter abgeschnitten hat als die Ice Dogs, die sich gegen Schongau und den HEC 19 Treffer eingehandelt haben. Das zeigt, dass die vorher überraschend souverän aufspielenden Eispiraten derzeit außer Tritt sind. Gegen Höchstadt konnten sie nach einem Zwischenspurt zwar bis zum 5:5 einigermaßen mithalten, wurden dann aber – wie zwei Tage später auch Pegnitz – völlig auseinandergenommen. Das hat sie offensichtlich so beeindruckt, dass sie auch gegen Peißenberg zweistellig untergingen.

Ein Schwachpunkt der Isenstädter sind die vielen Strafzeiten – nur Schongau hat noch einige mehr kassiert -, bei denen sie immer wieder Gegentore hinnehmen müssen. Deshalb sollte der EVP ein deutlich besseres Powerplay zeigen als im Hinspiel, bei dem mit einer besseren Ausbeute in Überzahl durchaus ein Teilerfolg möglich gewesen wäre. Damals drehten Daniel Sevo und Pierre Kracht nach einem Rückstand das Match vorübergehend, ehe Dorfen, bei dem im Hinspiel Torjäger Miculka fehlte, im Endspurt doch noch mit 4:3 Toren knapp die Oberhand behielt.

Schon damals sah Sport-Chef Jens Braun bei einigen Cracks noch „Luft nach oben“, ein Zustand, der sich in der trainerlosen Zeit nach der Trennung von Stan Mikulenka noch verschärft hat. „Wir sind in der Bayernliga gerade nicht konkurrenzfähig“, urteilte denn auch Ersatz-Coach Daniel Sikorski nach dem Debakel von Höchstadt. Offen erzählte er von den aktuellen Problemen, dass nicht nur im Spiel, sondern vor allem unter der Woche ein erfahrener Trainer fehle. Man kämpfe sich da durch, habe aber keine Erfahrung damit, ein Training zu leiten.

Viel Arbeit also, die auf den neuen Übungsleiter Josef Hefner zukommt, der aus Weiden sowohl als Spieler, als auch als Trainer Oberliga-Erfahrung mitbringt und der dort auch schon bewiesen hat, dass er gerade die Leistungsträger besonders motivieren kann. Wenn ihm das auch in Pegnitz gelingt, könnte sogar eine Überraschung gegen den Zweiten gelingen. Hierfür ist allerdings Grundvoraussetzung, dass die Paradereihe des ESCD um Lukas Miculka und Trevor Hills an die Leine gelegt wird, haben doch die beiden Top-Scorer der Bayernliga mit zusammen 36 Treffern schon fast so viele Tore erzielt wie der EVP insgesamt.

Bei den ersten Einheiten in dieser Woche war die Handschrift des neuen Trainers schon zu erkennen, hat er doch neben Lauftraining insbesondere auch auf individuelle Arbeit mit einzelnen Cracks Wert gelegt. Ob er die Reihen neu zusammenstellt ist noch offen, fest steht nur, dass Daniel Sevo nach seiner Schulterverletzung aus dem Spiel in Höchstadt sowie der erkrankte Ralf Skarupa nicht mit von der Partie sein werden. Daniel Sikorski dagegen hat das Training wieder aufgenommen.

EV Pegnitz – TSV Erding (Sonntag, 17.30 Uhr) – Wiedergutmachung müssen die Ice Dogs im Match gegen die Bierstädter betreiben, haben sie doch gegen die Gladiators vor zwei Wochen auf ganzer Linie enttäuscht. Obwohl nur ein Rumpfteam von elf Feldspielern zur Verfügung stand, gingen die Oberfranken mit einer 1:0-Führung in die erste Pause. Noch heute ist es für die Verantwortlichen unerklärlich, warum das Team dann völlig eingebrochen und von Erding mit 9:2 Toren regelrecht vom Eis gefegt worden ist. Der folgende äußerst knappe 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen Germering und die 6:7-Niederlage gegen Schongau beweisen, dass den Oberbayern mit entsprechendem Einsatz durchaus beizukommen ist.

Bericht: Isi Reinl, Bild: EV Pegnitz

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