Ice Dogs wünschen sich Punkte unter dem Christbaum

Zehn Punkte beträgt aktuell der Abstand des EVP zum eigentlich als Saisonziel ausgegebenen 8. Platz. Doch an das Wunder einer Teilnahme an der Verzahnungsrunde mit der Oberliga glaubt beim Tabellenletzten niemand mehr. Trotzdem hofft Trainer Josef Hefner rund um Weihnachten auf zwei Siege gegen Pfaffenhofen und Geretsried, um sich für die Abstiegsrunde warm zu schießen.

Die zuvor deutlich erkennbare Aufwärtsentwicklung bei den Ice Dogs hat mit den Niederlagen beim Tabellenzweiten Landsberg und daheim gegen Peißenberg Dämpfer erhalten. Ausschlaggebend war für den Coach gegen die Eishackler nicht nur das Fehlen mehrerer Stammspieler: „Wir haben das erste Drittel glatt verschlafen.“ Das darf in Pfaffenhofen nicht noch einmal passieren, haben doch die IceHogs zuletzt mit einem 5:4-Auswärtssieg nach einem 0:3-Rückstand beim bisher vor eigenen Fans ungeschlagenen Spitzenreiter Höchstadter EC aufhorchen lassen. Vor allem der dreifache Torschütze Luis Seibert war bei der Aufholjagd kaum zu bremsen.

Dieser Erfolg ist umso verwunderlicher, als sich der Tabellenelfte nur einen Tag zuvor „aus disziplinarischen Gründen“ vom Bayernliga-Urgestein Christian Birk getrennt hatte, der in seiner 13. Saison vom EV Moosburg zurückgeholt worden war, um den „Eis-Ebern“ mit seiner Erfahrung mehr Stabilität zu verleihen. Lang war der Stürmer allerdings nicht „arbeitslos“, spielt er doch ab heute schon im Trikot der Germering Wanderers.

Beim EVP fehlt weiter der gesperrte Aleksandrs Kercs, dafür ist Sven Adler nach seiner längeren Pause wieder mit von der Partie. Er soll neben Ralf Skarupa und Sergej Hausauer, der das Training wieder aufgenommen hat, in den ersten Sturm rücken. Als Torwart-Alternativen stehen dem Coach der wiedergenesene Julian Bädermann und Maximilian Müller zur Verfügung.

Hoffnung sollte den Ice Dogs nicht nur der knappe 3:2-Hinspielsieg nach Verlängerung geben, sondern auch die Heimschwäche der Icehogs, die vor eigenem Publikum in zehn Spielen erst drei Mal als Sieger vom Platz gegangen sind. Trotzdem werden sie nach dem Achtungserfolg von Höchstadt alles daransetzen, doch noch die Play-off-Runde zu erreichen.

EV Pegnitz – ESC Geretsried (Dienstag, 17.30 Uhr) – Der Beschluss des Stadtrats, das Eisstadion mit einem Kostenaufwand von sechs Millionen Euro nicht nur zu überdachen, sondern komplett einzuhausen, hat bei den Riverrats für Begeisertung gesorgt. Deshalb soll mit aller Macht der Platz unter den besten acht Bayernliga-Teams gesichert werden, auch wenn es zuletzt gerade gegen vermeintlich schwächere Teams immer wieder Niederlagen setzte, wie etwa zuletzt beim 1:6 gegen Schongau.

Auch die Ice Dogs haben beim 4:2-Erfolg im Hinspiel bewiesen, dass den Flussratten mit einer konzentrierten Leistung durchaus beizukommen ist. Hierfür muss allerdings Ondrej Horvath, der mit Abstand gefährlichste ESC-Stürmer, an die Leine gelegt werden. Für Trainer Hefner gilt nur eine Devise: „Wir wollen uns am zweiten Weihnachtsfeiertag drei Punkte unter den Christbaum legen.“

Bericht: Isi Reinl, Foto: Renate Lorenz-Wich

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