Ice Dogs wurden vom EV Füssen regelrecht überrollt

Ohne entsprechende Trainingsbedingungen auf eigenem Eis sind die Ice Dogs in der Eishockey-Bayernliga nicht konkurrenzfähig. Die deutliche 2:8-Niederlage beim EV Füssen hat dies deutlich unter Beweis gestellt.

Der EVP ging stark gehandicapt in diese Begegnung beim Aufsteiger aus dem Allgäu. Weil Julian Bädermann und Maximilian Schmidt verhindert waren, konnten die Gäste mit Maximilian Müller nur einen einzigen Torhüter aufbieten. Zudem fehlten Johannes Runge (krank) und Christof Mendel (beruflich unterwegs).

Die Gastgeber dagegen konnten aus dem Vollen schöpfen, legten los wie die Feuerwehr und gingen schon nach 39 Sekunden durch Ron Newhook in Führung, als die Ice Dogs zu weit aufgerückt waren. Damit nicht genug: Mit zwei Powerplaytoren durch Veit Holzmann (7.) und Florian Simon schraubte der Traditionsverein mit dem großen Namen das Ergebnis bis zur 15. Minute auf 3:0. Auch wenn Nikolai Pleger (16.) kurz darauf auf Pass von Michael Kuhn auf 3:1 verkürzen konnte, war doch überdeutlich, dass Füssen an diesem Abend in allen Belangen klar überlegen war.

Stefan Ponitz, der an den erkrankten Trainer Stan Mikulenka ersetzte, versuchte zwar, sein Team auf diese Übermacht einzustellen, doch es fehlten die Mittel. Es war den Ice Dogs sowohl läuferisch als auch technisch anzumerken, dass sie in den vergangenen zwei Wochen kaum trainieren konnten, weil sich die Hoffnung auf eigenes Eis im heimischen Stadion nicht erfüllt hatte. Vor allem fanden die Oberfranken keine Mittel, die herausragenden Füssener Akteure Ron Newhook, Lubos Velebny, Marvin Schmid, Marc Besl oder Florian Simon entscheidend zu bremsen. So zogen die Allgäuer im Mitteldrittel durch weitere Treffer von Velebny und Besl vorentscheidend auf 5:1 davon.

Auch im Schlussdrittel hatte Pegnitz wie vorher schon bei einem Pfostentreffer von Kuhn (5.) noch einige wenige Chancen durch Sergej Hausauer oder Aleksandrs Kercs, doch das Match war längst gelaufen. Christian Krötz sowie erneut Besl und Simon schraubten das Ergebnis auf 8:1, ehe Daniel Krieger kurz vor Schluss der Treffer zum 8:2-Endstand gelang.

Die Pegnitzer Verantwortlichen wollten der Mannschaft nach dem Schlusspfiff keinen Vorwurf machen. Klaus Polster: „Wir sind ganz klar von der Füssener Übermacht überrollt worden. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass deren Mannschaft seit Monaten regelmäßig auf eigenem Eis trainieren kann und wir zuletzt nur eine Einheit in Bayreuth absolvieren konnten.“ Alle bestätigten dem Keeper Maximilian Müller, dass ihn an der Höhe der Niederlage keinerlei Schuld treffe.

Die Torfolge: 1:0 (1.) Newhook/Velebny, 2:0 (7.) Holzmann/Schmid (5 gegen 4), 3:0 (15.) Simon/Schmid/Velebny (5 gegen 4), 3:1 (N. Pleger/Kuhn, 4:1 (24.) Velebny/Simon/Schmid, 5:1 (28.) Besl/Newhook (5 gegen ), 6:1 (47.) Krötz/Besl, 7:1 (56.) Besl/Nadeau/Bühler, 8:2 (59.) Krieger.

Bericht und Bild: Richard Reinl

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