Kampfstarke Ice Dogs holen in Passau ersten Sieg

Hatten die Ice Dogs bisher gegen ihren Trainer Stan Mikulenka gespielt? Der Verdacht drängt sich auf, nachdem sie gestern nach dessen Entlassung den Passau Black Hawks vor 840 Zuschauern einen großen Kampf lieferten und mit einem verdienten 4:3-Erfolg die ersten Punkte einsammelten.

Daniel Sikorski, der wegen seiner Knieverletzung nicht spielen konnte, stand für den am Vormittag entlassenen Trainer Stan Mikulenka an der Bande. Er konnte auf den kompletten Kader zurückgreifen, nachdem die Sperre von Aleksandrs Kercs abgelaufen war und sich Stefan Hagen trotz seines Nasenbeinbruchs aus dem Spiel gegen Landsberg in den Dienst der Mannschaft stellte.

Wieder stand die noch von Mikulenka ernannte Nummer 1 Julian Bädermann im Tor. Allerdings musste der Ex-Bayreuther schon nach neun Minuten die Führung der Black Hawks durch den ehemaligen tschechischen Erstliga-Verteidiger Roman Nemecek hinnehmen. Doch die Ice Dogs ließen sich dadurch nicht schocken, hielten wacker dagegen und wurden vier Minuten später mit dem Ausgleich durch Kapitän Sergej Hausauer belohnt. Passau verzeichnete in der Anfangsphase zwar mehr Chancen, aber die Gäste hielten diszipliniert und kampfstark dagegen, selbst eine 3:5-Unterzahlsituation wurde so souverän überstanden.

Sikorski scheint seinen Mannen in der Pause vermittelt zu haben, dass da was geht, denn die Ice Dogs starteten furios in das Mitteldrittel. Daniel Sevo schickte in Unterzahl Pierre Kracht bei einem Konter auf die Reise, dieser ließ sein Können aufblitzen und tanzte beim 2:1-Führungstreffer auch noch den EHF-Keeper Andreas Resch aus. Als die Black Hawks nur eine Minute später an der blauen Linie den Puck vertändelten, war Kercs mit dem 3:1 der Nutznießer. Die Donaustädter waren geschockt und nahmen eine Auszeit.

In der Folge agierten die Oberfranken zu euphorisch, leisteten sich wegen eines Wechselfehlers eine Bankstrafe und kassierten in Unterzahl prompt den 3:2-Anschlusstreffer durch den zweiten Passauer Tschechen Petr Sulcik. Dadurch verloren die Ice Dogs etwas den Faden, konnten den Vorsprung aber über die Drittelpause retten.

Eine Strafzeit zu Beginn des Schlussabschnitts überstand der EVP noch unbeschadet, doch ein weiteres 5:3-Powerplay nützten die Donaustädter in der 50. Minute zum glücklichen Ausgleich. Aber der bisher noch sieglose Gast wollte nicht wieder mit leeren Händen heimfahren. Die Mannschaft zeigte endlich einmal tollen Einsatz sowie unbedingten Siegeswillen und wurde mit dem alles entscheidenden 4:3 durch Sergej Hausauer belohnt.

Anschließend ging es turbulent zu, weil auch Passau nach zwei Niederlagen in Folge unbedingt die Punkte wollte. Auf beiden Seiten häuften sich die Strafzeiten. Ein Tor der EHF wurde wegen Torraumabseits nicht anerkannt und auch die Schlussoffensive der Gastgeber mit sechs Feldspielern überstand Pegnitz bravourös, nicht zuletzt wegen einer überragenden Leistung von Torwart Bädermann.

Die Torfolge: 1:0 (9.) Nemecek, 1:1 (13.) Hausauer, 1:2 (26.) Kracht/Sevo (4 gegen 5), 1:3 (27.) Kercs, 2:3 (35.) Sulcik (5 gegen 4), 3:3 (50.) Merka (5 gegen 3), 3:4 (53.) Hausauer.

Bericht: ISI REINL, Bild: Renate Lorenz-Wich

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