Kampfstarker EVP unterliegt Füssen mit 0:4 Toren

Das Duell der beiden Traditionsvereine EV Füssen und EV Pegnitz bildete den Startschuss für die Saison 2018/19 in der Eishockey-Bayernliga. Der Altmeister nützte dabei seine Vorteile und ging als verdienter Sieger vom Eis. Trotz der 0:4-Niederlage zollte Trainer Josef Hefner den Ice Dogs hohes Lob für den bis zuletzt gezeigten Kampfgeist.

EV Füssen – EV Pegnitz 4:0 (1:0/1:0/2:0) – Die personellen Voraussetzungen waren auf beiden Seiten ähnlich, waren doch beide Kader in der Sommerpause runderneuert worden. Trotz des Trainingsrückstands zogen sich die Oberfranken, die auf Mirko Lang, Ralf Skarupa und Simon Schwarz verzichten mussten, im ersten Drittel durchaus achtbar aus der Affäre, sogar frühe Strafzeiten gegen Stefan Hagen und Darnell Pruett überstanden die Hefner-Schützlinge schadlos. In der 13. Minute allerdings musste Julian Bädermann im EVP-Tor doch den ersten Treffer der neuen Spielzeit quittieren, als der 44-jährige Deutsch-Kanadier Eric Nadeau auf Zuspiel des aus Buchloe zurückgekehrten Publikumslieblings Markus Vaitl die Fans mit einem abgefälschten Schuss erstmals zum Jubeln brachte.

Im Mitteldrittel allerdings erhöhten die Allgäuer die Schlagzahl deutlich. Die Folge war eine Serie von 28 Strafminuten für Pegnitz allein in diesem Spielabschnitt, was sogar der Ex-Pegnitzer Hasso Fröhlich unter den Zuschauern als zu kleinlich gepfiffen kommentierte. Erschwerend kam hinzu, dass mit Vaclav Benak der Kopf des EVP-Teams mit zwei plus zehn Minuten lange Zeit kalt gestellt war. Hefner hatte die vielen Strafen für sein Team im Vorfeld schon als problematisch bezeichnet, macht seinen Cracks deswegen aber keine Vorwürfe, hätten doch viele wegen der mangelnden Trainingsmöglichkeiten noch deutliche Rückstände bei Kondition und Schnelligkeit.

Füssen brannte nun ein regelrechtes Trommelfeuer auf das Gäste-Tor ab und zwangen Bädermann so zu Glanzparaden im Minutentakt. Als Christian Krötz in der 31. Minute nur mit einem Foul gebremst werden konnte, gaben die Schiedsrichter einen Penalty, den Vaitl mit seiner Routine zum 2:0 verwandelte. In der Folge bekämpften sich beide Teams auch noch mit den Fäusten und so wurde es auf den Strafbänken bald ziemlich eng. Doch die Ice Dogs steckten nicht auf und ließen trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit vorerst keinen weiteren Treffer mehr zu.

Das letzte Drittel begann mit einem Powerplay des EVP, die größere Chance jedoch eröffnete sich dabei Füssen, das mit etwas Glück die Führung in Unterzahl sogar noch hätte ausbauen können. Dies konnten die Ice Dogs zwar verhindern, doch fünf Minuten vor Schluss sorgte der 20-jährige kanadische Neuzugang Samuel Payeur mit dem 3:0 für die Vorentscheidung. Das 4:0, bei dem erneut Nadeau Bädermann sogar die Trinkflasche von seinem Gehäuse schoss, bedeutete nur noch Ergebniskosmetik.

Insgesamt zog sich der EVP achtbar aus der Affäre, insbesondere die Verteidigung vor einem überragenden Julian Bädermann verdiente sich gute Noten. Im Sturm allerdings fehlten noch die Schnelligkeit, das gegenseitige Verständnis und die technischen Finessen. Coach Hefner: „Wir haben zwar klar verloren, aber auf dieser Leistung können wir aufbauen.“

Die Torfolge: 1:0 (13.) Nadeau(Vaitl, 2:0 (32.) Vaitl (Penalty), 3:0 (54.) Payeur/Besl/Dropmann, 4:0 (58.) Nadeau/Velebny/Vaitl.

Strafen: Füssen 16, Pegnitz 28 plus zehn Minuten für Benak.

Bericht: Isi Reinl, Foto: Renate Lorenz-Wich

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