Mitgliederversammlung 2019

Am vergangenen Samstag fand die jährliche Mitgliederversammlung des EV Pegnitz im Sportheim des ASV Pegnitz statt.

Die Versammlung begann mit einer Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Herbert Henrich, einem der Gründungsmitglieder des Vereins. Danach führte der 2. Vorsitzende Klaus Polster durch die Versammlung, da sich der 1. Vorsitzende Sven Albers aus privaten Gründen entschuldigen lassen musste. Polster ging im Tätigkeitsbericht der Vorstandschaft neben den sportlichen Highlights auf die Helfer- bzw. Verkaufsdienste des Vereins bei diversen Veranstaltungen, wie die Altmaterialsammlung, Gregori, Marktplatzfest oder der Weihnachtsbude im Adventsdorf, ein, bei denen alljährlich wichtige Geldmittel erwirtschaftet werden, die dem Spiel- und Trainingsbetrieb der EVP-Mannschaften zu Gute kommen. Die Mitgliederzahl war mit 332 Mitgliedern zum Stichtag 01.07. leicht rückläufig.

Auch Schatzmeister Andreas Färber hob in seinem Bericht über das Wirtschaftsjahr 2018 hervor, dass nur auf Grund der vielen ehrenamtlichen Dienste und der daraus erwirtschafteten Mittel der Jahresabschluss finanziell positiv gestaltet werden konnte. Durch Änderung der Gebührenordnung der Stadt Pegnitz, Abgaben, sowie Pacht und Mieten für die Stadionnutzung durch den EVP, werden die Ausgaben in den nächsten Jahren mitunter erheblich steigen, einhergehend mit einer Kürzung der Sportförderung aufgrund von Konsolidierungsauflagen der Stadt. Derzeit befindet sich der Verein noch in Gesprächen dazu mit Vertretern der Stadtverwaltung bzw. des Eigenbetriebs Freizeitpark. „Das kleine erwirtschaftete Finanzpolster ist vor diesem Hintergrund auch dringend nötig.“, zeigte sich der Schatzmeister über die Zukunft des Vereins besorgt.

Der sportliche Leiter für die 1. Mannschaft, Jens Braun, erstattete der Mitgliederversammlung über die Saison 2018/19 Bericht, welche keine erfolgreiche Saison für die Ice Dogs war. Nachdem man im Vorjahr noch souverän den Klassenerhalt in der Verzahnungsrunde mit den Landesligisten sichern konnte, musste man letzte Saison den Abstieg aus der Bayernliga hinnehmen.
Die Vorbereitung verlief chaotisch. Auf Grund von Verzögerungen bei Arbeiten rund um das Stadion, defekter Eismaschine, Ammoniak-Austritt oder dem Brand im Cabriosol, konnten die Ice Dogs erst am 9. Spieltag beim Heimspiel gegen den am 11. November auf eigenem Eis zu einem Heimspiel gegen den EHC Klostersee antreten. Zuvor bestritt man das erste „Heimspiel“ in Mitterteich und es mussten Trainingszeiten in Bayreuth, Amberg, Weiden, Mitterteich oder ab Mitte Oktober sogar in Tachov (Tschechien) angemietet werden.
Die Abstiegsrunde schloss man mit nur 18 Punkten auf Platz fünf ab und stieg aus der Bayernliga ab.

Erfreulicheres konnte über die Nachwuchsabteilung berichtet werden, für die Sascha Fitzek den Bericht abgab, der sich die Aufgabe der Nachwuchsleitung seit März 2019 mit Pierre Steiner teilt. So verzeichnete man speziell im Anfängerbereich in der abgelaufenen Saison einen erfreulichen Zulauf. Rund 60 Kinder und Jugendliche standen in den verschiedenen Nachwuchsmannschaften der „EV Pegnitz ICE DOGS Juniors“ regelmäßig auf dem Eis. Man hatte in der letzten Saison mit der U9, U11, U13 und U17 vier Mannschaften im laufenden Spielbetrieb. Erfolgreichste Mannschaft war die U17 der SG Höchstadt/Pegnitz, die die Meisterschaft der Landesliga Gruppe 2 mit 21 Siegen und nur 3 Niederlagen feiern konnte.

Für die Saison 2019/20 ist man froh, gleich fünf Mannschaften melden zu können. Die U9 und U11 wird man eigenständig stellen, die Mannschaften U13, U15 und U20 in Spielgemeinschaften mit dem Höchstadter EC.

In erster Linie stehe der Spaß am Eissport im Vordergrund, mit zunehmendem Alter gepaart mit einem Leistungsgedanken, um im Wettbewerb bestehen zu können. Was trotz aller Bemühungen bleibt, ist ein nicht wegzudiskutierender Wettbewerbsnachteil aufgrund der infrastrukturellen Rahmenbedingungen, sprich der Stadion- und Eissituation. Wo sich andere Vereine auf Eis von mindestens September bis März verlassen können (was 7 Monaten entspricht), müsse sich der EVP mit 4 Monaten begnügen – Ausfälle bedingt durch Witterung oder technische Pannen noch gar nicht mitgezählt.

Vor zwei Jahren wurde die Sparte „Stocksport“ wieder neu ins Leben gerufen. Spartenleiter Alexander Adamczyk zeigte sich überwältigt von dem großen Zuspruch in der letzten Saison. So konnte man die Anzahl der aktiven Spieler von sechs auf 34 Stockschützen erhöhen, von denen 17 einen offiziellen Spielerpass besitzen und regelmäßig an Turnieren teilnehmen. Die Pegnitzer Stadtmeisterschaft auf Eis war ein voller Erfolg. 9 Mannschaften beteiligten sich am Turnier. Das Siegerteam, die Bengasi Bombers, lieferte eine sehenswerte Leistung ab. Eine Stadtmeisterschaft im Sommer im Stadion könne man wir leider noch nicht durchführen, da der Belag sich dafür einfach nicht eignet. Selbst geübte Spieler tun sich schwer damit. Daher soll der Versuch unternommen werden, den Betonbelag mit Fassadenfarbe auf einigen Bahnen anzustreichen, um eine deutlich bessere Gleitfähigkeit zu erreichen. Adamczyk dankte seinen Abteilungsmitgliedern für die starke Gemeinschaft beim Sport, aber auch für die geleisteten Arbeitsdienste.

Die Kassenprüfung ergab erneut keine Beanstandungen, so dass die Entlastung der Vorstandschaft ohne Gegenstimmen erfolgte.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft beim EV Pegnitz wurde Otto Rogner mit einer Urkunde und einem Präsent geehrt.

Zum Abschluss wies Polster darauf hin, dass mit 70 Jahren Eissport in Pegnitz heuer am 10. November ein Jubiläum ansteht. Hierzu wird es einen Tag des Eissports geben. Angefangen mit einem Eisstock-Turnier, gefolgt von einem Nachwuchsturnier und freiem öffentlichen Eislauf, rundet das Landesligaspiel der Ice Dogs gegen den TSV Trostberg den Tag ab.

Bericht und Bild : EV Pegnitz

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