Pegnitz verliert auch das “Keller-Duell” in Schongau

Der EV Pegnitz hat auch das „Keller-Duell“ gegen die EA Schongau verloren. In dem von Trainer Josef Hefner als Vorbereitung auf die Abstiegsrunde titulierten Match konnten die Ice Dogs den Vorletzten nur im gewonnenen Mitteldrittel in Bedrängnis bringen.

Beide Teams hatten sich den Saisonverlauf ganz anders vorgestellt: Die Mammuts sahen sich im gesicherten Mittelfeld, die Ice Dogs wollten möglichst schon in der Vorrunde mit einem Platz unter den besten acht Bayernligisten das Abstiegsgespenst vertreiben. Aktuell aber zieren sie das Tabellenende. So war es auch nicht verwunderlich, dass beide Trainer in diesem „Keller-Duell“ die Chance sahen, endlich die lang ersehnte Wende einzuleiten.

Pegnitz war dabei von der Papierform her im Nachteil, konnten doch wieder nur 13 Feldspieler aufgeboten werden. Zwar war Darnell Pruett wieder mit von der Partie, dafür fehlten aber Ralf Skarupa und Timo Jüngst. Im Tor ersetzte Maximilian Schmidt den verletzten Julian Bädermann, Nachwuchs-Keeper Kilian Schauer saß als Backup auf der Bank.

Für den ersten Eintrag auf dem Spielberichtsbogen sorgte „Strafbankkönig“ Aleksandrs Kercs, der schon in der 3. Minute in die Kühlbox musste. Die Ice Dogs überstanden zwar die Unterzahl, mussten aber ab der 9. Minute doch einem Rückstand hinterherlaufen. Zwei Minuten später hätte bei teilweise doppelter Überzahl die Chance bestanden, den Ausgleich zu besorgen, doch die Oberfranken offenbarten erneut Schwächen im Powerplay. Sie erarbeiteten sich zwar zwei gute Gelegenheiten, konnten diese aber nicht in zählbare Erfolge ummünzen. Die Quittung folgte auf dem Fuß: Drei Minuten vor der Pause erhöhte der aus Landsberg zurückgekehrte gebürtige Schongauer Verteidiger Tobias Turner auf 2:0.

Offensichtlich hat der EVP-Coach Hefner in der Kabine die richtigen Worte gefunden, denn im zweiten Durchgang präsentierten sich die Gäste entschlossener, nicht zuletzt deshalb, weil sie im Gegensatz zur EAS in diesem Abschnitt ohne Strafe auskamen. Zunächst konnten allerdings wieder zwei Hinausstellungen auf Seiten der Mammuts nicht genutzt werden. So dauerte es bis zur 32. Minute, ehe Aleksandrs Kercs mit dem Anschlusstreffer zum 2:1 für Hoffnung unter den mitgereisten Fans sorgte. Pierre Kracht stellte in der 39. Minute mit dem 2:2-Ausgleich unter Beweis, dass die Ice Dogs das Überzahlspiel doch noch beherrschen. Die Vorarbeit leistete bei beiden Treffern Michael Kuhn.

Allerdings wurde die verheißungsvolle Aufholjagd schon nach gut zwei Minuten im Schlussdrittel gestoppt, als die Gastgeber durch Fabian Magg erneut vorlegten. Als Mitte des Drittels Pruett und Kracht gleichzeitig Zwangspausen absitzen mussten, baute Schongau die Führung durch den tschechischen Top-Scorer Milan Kopecky auf 4:2 aus.

Pegnitz gab sich aber trotz des Rückschlags noch nicht geschlagen. Drei Minuten später „klaute“ sich Kercs frech die Scheibe und lochte zum 4:3 ein. Doch die Oberbayern ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und machten mit dem 5:3 durch den zweiten Tschechen Jakub Muzik den ersten Sieg nach fünf Niederlagen in Serie perfekt. Pegnitz musste in der Schlussphase noch auf Tristan Schwarz verzichten, der nach einem umstrittenen Check gegen Kopf und Nacken eine Zehn-Minuten-Strafe kassierte, nachdem zunächst sogar eine Spieldauerstrafe angezeigt war. Ungeahndet blieb stattdessen ein Stockschlag gegen Sven Adler, dessen Arm danach geschient werden musste. Damit fällt er am Sonntag im Spiel gegen Passau vermutlich aus.

Während sich die Mannen vom Lech über einen wichtigen Schritt in Richtung Mittelfeld freuten, haben die Ice Dogs mit nunmehr schon elf Punkten Rückstand ihren Platz am Tabellenende zementiert.

Die Torfolge: 1:0 (9.) Maucher, 2:0 (18.) Turner, 2:1 (32.) Kercs/Kuhn, 2:2 (39.) Kracht/Kuhn (5 gegen 4), 3:2 (43.) Magg, 4:2 (50.) Kopecky, 4:3 (53.) Kercs, 5:3 (57.).

Strafen: Schongau acht, Pegnitz zehn plus zehn Minuten für Tristan Schwarz (Check gegen Kopf und Nacken).

Bericht: Isi Reinl, Foto: EV-Pegnitz

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