Schnelle Gegentore brachen EVP das Genick

Vor dem Match verabschiedeten der sportliche Leiter Jens Braun (l.) und der 2. Vorsitzende Klaus Polster (M.) den Verteidiger Daniel Krieger, der beruflich zu den Ice Tigers nach Nürnberg wechselt.

Das wird eine schwere Saison für den EVP. Nachdem am Freitag durch einen Einbruch im Schlussdrittel ein möglicher Sieg beim Franken-Derby in Schweinfurt verspielt wurde, kamen die Ice Dogs bei der Heimpremiere am Sonntag vor knapp 400 Zuschauern gegen den zweiten Aufsteiger Klostersee mit 2:8 Toren unter die Räder.

Zwei Stunden vor dem Match glich die Eisfläche unter der gleißenden Herbstsonne noch einer Seenlandschaft, doch beim Anpfiff herrschten optimale Begingungen. Die nächtelange Arbeit der vielen Helfer bei der Eisbereitung hatte sich gelohnt. Musste nur noch die Mannschaft einen ähnlichen Einsatz zeigen. Nach einem leidenschaftlichen Appell des Kapitäns Christof Mendel, der während seiner Verletzung von Stefan Hagen vertreten wird, sich bei der Heimpremiere entsprechend zu präsentieren, zeigten die Ice Dogs vom Eröffnungs-Bully weg viel Einsatzfreude und gingen beim ersten Powerplay durch Aleksandrs Kercs schon in Führung.

Doch als sich Darnell Pruett kurz darauf ein überflüssiges Foul leistete, zog Klostersee ebenfalls in Überzahl gleich. Damit nicht genug: Nur 19 Sekunden später zappelte der Puck erneut im Netz hinter dem EVP-Keeper Julian Bädermann, als sich ausgerechnet die Pegnitzer Paradereihe nicht im Bilde zeigte. In der Folge konnten die Gastgeber zwar eine 5:3-Überzahl nicht nützen, doch in der 14. Minute vollendete Michael Kuhn eine schöne Kombination mit Kercs und Tristan Schwarz mit dem Ausgleich.

Eine Strafzeit brachte die Ice Dogs erneut ins Hintertreffen und wieder legten die Grafinger ein weiteres Tor oben drauf, wobei sie für diesen neuerlichen Überraschungscoup diesmal nur zwölf Sekunden brauchten. So mussten die Ice Dogs beim ersten Pausentee einen 2:4-Rückstand verdauen.

Sollte sich die Mannschaft in der Kabine vorgenommen haben, eine Aufholjagd zu starten, so wurde dieser Plan schon 48 Sekunden nach Wiederanpfiff durch das 2:5 durchkreuzt, wobei auch diesmal wieder der erste Block auf dem Eis stand. Das gab Klostersee sichtlich Sicherheit. Obwohl der Drittletzte keineswegs spektakulär, aber auf jeden Fall konzentriert und effektiv agierte, brachte er die EVP-Abwehr in Serie in höchste Verlegenheit, wobei hinzu kam, dass auch die Stürmer kaum für Entlastung sorgen konnten. Die Chancen der Ice Dogs in diesem Spielabschnitt waren so an einer Hand abzuzählen. Nur gut, dass Bädermann im Tor manche EHC-Gelegenheit vereitelte. Als seine Vorderleute in der 36. Minute allerdings die Scheibe längere Zeit nicht aus der Gefahrenzone brachten, war auch er beim 2:7 überfordert.

Fans zeigten 60 Minuten vollen Einsatz
Im Schlussdrittel mussten die Ice Dogs schon nach 63 Sekunden einen weiteren Treffer zum 2:8-Endstand hinnehmen, wonach die Messe endgültig gelesen war. Selbst bei einem Penalty kurz vor Schluss konnte Kercs das Ergebnis nicht mehr verbessern. Trainer Josef Hefner fasste das Match kurz und bündig zusammen: “Es fehlt bei uns noch überall. Aber jetzt wird es auf eigenem Eis besser.” Auch die Fans hoffen dies. An ihnen hat es nicht gelegen. Sie feuerten ihr Team über die ganze Spielzeit mit lautstarken Gesängen an. Vergebens.

Die Torfolge: 1:0 (6.) Kercs/Kracht/Navarra (5 gegen 4), 1:1 (8.) Quinlan (5 gegen 4), 1:2 (8.) Merz, 2:2 (14.) Kuhn/Kercs/T. Schwarz, 2:3 (17.) Hördt (5 gegen 4), 2:4 (17.) Persson, 2:5 (21.) Kaefer, 2:6 (36.) Hördt, 2:7 (37.) Hördt, 2:8 (42.) Wieczorek.

Strafen: Pegnitz sechs, Klostersee zehn Minuten.

HAUPTSPONSOR

EV Pegnitz

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