Totalzusammenbruch gegen Ulm besiegelt EVP-Abstieg

Aus und vorbei: Mit zwei Niederlagen am „Wochenende der Wahrheit“ ist für den EVP der Abstieg aus der Eishockey-Bayernliga besiegelt. Konnte man mit der Leistung beim Tabellenführer Pfaffenhofen am Freitag noch einigermaßen zufrieden sein, so leisteten die Ice Dogs am Sonntag daheim gegen den Landesligisten Ulm den Offenbarungseid. Zwei Drittel sah der EVP gegen erschreckend schwache Gäste wie der sichere Sieger aus, ehe das Team im Schlussdrittel mit vier Gegentoren binnen zehn Minuten einen Totaleinbruch erlebte.

Nach der knappen Niederlage vom Freitag stand der EVP mit dem Rücken zur Wand. Weil ein Sieg gegen Ulm unbedingt nötig war, predigte Trainer Josef Hefner, von Anfang an Druck zu machen. Unterstützt wurde dieses Ansinnen durch eine frühe Strafzeit für die Donaustädter. Beim Powerplay wurde immer wieder der Rückraum-Kanonier Sebastian Wolsch gesucht und nach einer Minute zappelte der Puck tatsächlich im Tor von Konstantin Bertet, abgefälscht noch von Johannes Seidinger.

Kurz darauf konnten die Devils eine 5:3-Überzahl nicht nützen, als Stefan Hagen und Seidinger gleichzeitig in der Kühlbox saßen. Die Ice Dogs machten dies besser und erhöhten, wieder mit einem Mann mehr auf dem Eis, auf 2:0, als Roman Navarra nach einem sehenswerten Flügellauf die Scheibe in die Maschen setzte.

„Das ist zu wenig“, schimpften die Betreuer auf der Ulmer Bank mit ihren Mannen. Viel änderte sich danach zwar nicht, weil Pegnitz weiter dominierte, doch aus einem Gewühl vor dem Gehäuse von Julian Bädermann heraus verkürzten die Schwaben dennoch noch vor der Pause durch Petr Ceslik auf 2:1.

Gleich zu Beginn des Mitteldrittels gerieten Marvin Walz und Florian Döring aneinander, eine Aktion, die die Unparteiischen mit insgesamt zehn Strafminuten ahndeten. Auch diesmal zeigte Pegnitz ein überlegtes Powerplay, das Michal Mlynek mit dem 3:1 krönte. In der Folge präsentierten die Ice Dogs gegen erschreckend schwache Ulmer mitunter sehenswerte Kombinationen, ohne diese allerdings in zählbare Erfolge ummünzen zu können. Gefahr vor dem eigenen Tor kam nur dann auf, wenn die Abwehrspieler nicht konsequent genug agierten. Mehrmals musste in dieser Phase Bädermann sein ganzes Können aufbieten.

14 Sekunden vor der zweiten Pause war aber auch er machtlos, als Michael Simon bei einer Strafzeit für Aleksandrs Kercs auf 3:2 verkürzte. Dieser späte Treffer zeigte Wirkung. Im Schlussdrittel wirkten die Ice Dogs plötzlich unverständlicherweise hypernervös und brachten die Gäste mit eigenen Fehlern ins Spiel zurück. Diese ergriffen die Chance, glichen in Überzahl aus und versetzten dem EVP mit einem Doppelschlag zum 3:5 binnen 34 Sekunden den Todesstoß. Der Treffer zum 3:6 in doppelter Unterzahl ins leere EVP-Tor hatte dann nur noch statistischen Wert. Spieler und Zuschauer waren geschockt, der Abstieg war besiegelt.

Die Torfolge: 1:0 (3.) Seidinger/Wolsch/Adler (5 gegen 4), 2:0 (12.) Navarra/Kercs/Mlynek (5 gegen 4), 2:1 (16.) Ceslik/Schirrmacher, 3:1 (23.) Mlynek/Jüngst/Navarra (5 gegen 4), 3:2 (40.) Simon/Synek/Brückner (5 gegen 4), 3:3 (50.) Dörner/Schirrmacher/Döring (5 gegen 4), 3:4 (57.) Brückner, 3:5 (57.) Schirrmacher/Jainz, 3:6 (59.) Synek/Jainz /ENG/4 gegen 6).

Strafen: 14, Ulm 26 Minuten.

Bericht: Isi Reinl, Bild: EV Pegnitz

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