Unnötige 4:7-Niederlage nach EVP-Fehlstart

Kann ein Schicksalsmatch mit einem schlechteren Omen beginnen? Mit der ersten Aktion lagen die Ice Dogs nach 13 Sekunden schon hinten. Markus Waldvogel, auch im weiteren Verlauf einer der auffälligsten Gästespieler, hatte nach schöner Kombination dem EVP-Keeper Maximilian Schmidt keine Chance gelassen. Es sollte noch schlimmer kommen: Mit einfachsten Mitteln gelang es den Mammuts, die Pegnitzer Abwehr auszuhebeln. Als die EAS in der 12. Minute schon mit drei Toren führte, war von den Gastgebern, die diesmal von Christian Libor und Daniel Sikorski gecoacht wurden, außer einem Fehlpass-Festival noch immer nichts Konstruktives zu sehen.

Ein Ruck ging erst durch das Team, als die Gäste binnen zehn Sekunden zwei Strafen kassierten. Nach 33 Sekunden war Sergej Hausauer erfolgreich und mit Ablauf der Überzahl Aleksandrs Kercs. Zwei Minuten später bejubelten die Fans sogar den vermeintlichen Ausgleich, doch die Schiedsrichter verweigerten dem Treffer wegen Torraumabseits die Anerkennung. Schongau profitierte nicht nur von dieser Fehlentscheidung, sondern legte eine Minute später erneut durch Waldvogel auch noch das 2:4 nach.

Hatten die Ice Dogs bis zur Powerplay-Phase ihre altbekannten Mängel offenbart, so brachte Libor mit seinem lautstarken Pausen-Appell, sicher von hinten heraus zu agieren, zunehmend Linie ins Spiel. Begünstigt wurde das durch den schnellen Anschlusstreffer zum 3:4 durch Stefan Hagen zu Beginn des Mitteldrittels. Plötzlich gaben die Pegnitzer einen ebenbürtigen Gegner ab. Belohnt wurden sie in der 35. Minute mit dem 4:4-Ausgleich durch Hausauer. Kercs hätte kurz vor dem zweiten Sirene sogar die Führung besorgen können, scheiterte indes bei einem Sololauf auf EAS-Keeper Niklas Marschall.

Wer geglaubt hatte, die Ice Dogs könnten jetzt auf die Siegerstraße einbiegen, sah sich allerdings getäuscht. Zunächst legte Schongau in Überzahl erneut vor, dann häuften sich bei Pegnitz, das nunmehr auf zwei Reihen reduzierte, wieder die altbekannten Schwächen. Viel zu überhastet wurde mit blinden Pässen oder Sololäufen von hinten heraus agiert und so der Puck dem keineswegs übermächtigen Gegner immer wieder auf den Schläger serviert. Ganz allein einer ganzen Serie von Glanzparaden des Keepers Schmidt war es zu verdanken, dass das Match nicht schon früher entschieden war.

So blieb dies den Schiedsrichtern vorbehalten, die eine Minute vor Schluss einen Pfostentreffer als Tor für die Mammuts werteten. Wütende Fan-Proteste waren die Folge. Ähnlich umstritten dann das Empty-Net-Goal zum 4:7, als der Puck von einem zum anderen Torgestänge trudelte. Aber da ging es nur mehr um Ergebnis-Kosmetik. Julian Bädermann, der überhaupt nicht gespielt hat, kassierte schließlich in den Tumulten um die umstrittenenen Entscheidungen noch eine Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe wegen unsportlichen Verhaltens.

Die Tore: 0:1 (1.) WaldvogelKopecky, 0:2 (4.) Magg/Waldvogel/Kopecky, 0:3 (12.) Magg/Waldvogel, 1:3 (14.) Hausauer/Kercs (5 gegen 3), 2:3 (16.) Kercs/Hausauer/Krieger (5 gegen 4), 2:4 (19.) Waldvogel, 3:4 (22.) Hagen/Mendel, 4:4 (35.) Hausauer/N. Pleger, 4:5 (41.) Maucher/Hvorostinins (5 gegen 4), 4:6 (59.) Maucher, 4:7 (60.) Hvorostinins (ENG).

Strafen: EVP acht plus zehn Minuten für Schmidt (unsportliches Verhalten), EAS acht Minuten.

Bericht und Foto: Isi Reinl

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EV Pegnitz

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