Wölfe brachten EVP aus Konzept: Knapper 4:3-Sieg

Das war ein hartes Stück Arbeit. Bis zum Schluss mussten die 300 Fans zittern, ehe die Ice Dogs gegen den Tabellenletzten Bad Wörishofen mit einem knappen 4:3-Erfolg doch noch die volle Punktzahl eingefahren und sich so auf den zweiten Tabellenplatz vorgearbeitet haben.

EV Pegnitz – EV Bad Wörishofen 4:3 (1:1/1:2/2:0) – Die Ice Dogs hätten gewarnt sein müssen, als gleich ein ganzes Rudel mit 15 Wölfen im Eisstadion aufkreuzte. Hungrig, wie sie nach der langen Busfahrt waren, gingen sie sogleich wild entschlossen auf Beutejagd. Mit Erfolg: Schon beim ersten Angriff gaben sie nach nur 17 Sekunden Maximilian Schmidt, der diesmal das EVP-Tor hütete, das Nachsehen. Auch in der Folge fuhren sie pfeilschnell durch die Pegnitzer Reihen. Nur gut, dass Verteidiger Vaclav Benak mit dem Ausgleich in der 5. Minute wenigstens vorübergehend für etwas Ruhe sorgte.

Mehrfach hätten die Hefner-Schützlinge in der Folge bei Überzahlsituationen die Gelegenheit gehabt, die Trainervorgabe, den Gegner offensiv auf Distanz zu halten, umzusetzen, doch sie fanden einfach kein Mittel, um den Wörishofener Keeper Andreas Nick zu überlisten und dies, obwohl Pegnitz nach der Verletzungspause von Sergej Hausauer und Pierre Kracht im Gegensatz zu den arg dezimierten Gästen wieder komplett war. Auffällig war die Nervosität bei einzelnen Spielern, was sich bei vielen Puckverlusten oder ungenauen Pässen nicht gerade förderlich für das Aufbauspiel erwies. Auch die Laufbereitschaft ließ zu wünschen übrig.

Nach der Pause setzte sich das Geduldsspiel fort. Was die Ice Dogs auch probierten, Sololäufe, Kombinationen, Schlagschüsse oder Bauerntrick, nichts führte zu zählbaren Erfolgen. Nicht einmal der Führungstreffer von Daniel Vlach per Penalty, bei dem er den Torwart austanzte, zeigte nachhaltige Wirkung, weil die Wölfe nur 40 Sekunden später durch einen blitzschnellen Konter ausglichen. Torschütze war der Topscorer der Gäste, der 25-jährige Tscheche Michal Telesz.

Das gab den Gästen mächtig Auftrieb. Der EVP konnte sich glücklich schätzen, dass die gegnerischen Stürmer die nötige Kaltschnäuzigkeit im Abschluss vermissen ließen. Bei doppelter Überzahl allerdings nutzten sie nach effektivem Powerplay und überlegter Vorarbeit von Telesz die Gelegenheit zur erneuten Führung durch Patrick Münch.

Im Schlussdrittel zog Trainer Hefner die Zügel an, stellte die Reihen um und hatte damit letztendlich Erfolg. Zunächst wurde ein Treffer des EVP wegen Torraumabseits nicht anerkannt, doch dann sorgte Sven Adler bei einer angezeigten Strafe für die Gäste für den Ausgleich. Wut entbrannt holte Hefner kurz darauf Alkeksandrs Kercs wegen mangelhaften Abwehrverhaltens vom Eis. Beim nächsten Einsatz allerdings war der Zorn vergessen, tanzte der Lette doch nach einem Traum-Steilpass von Daniel Krieger an die blaue Linie im direkten Duell den Torwart Nick zum 4:3 aus.

Kurz vor Schluss wurde es nochmal spannend, als Wörishofen alles auf eine Karte setzte. Doch es reichte nur noch zu einem Schlittschuhtor, das nicht gegeben werden konnte.

Trainer Hefner zeigte sich glücklich ob der gezeigten Geduld: „Wir haben uns dieses Spiel ganz anders vorgestellt und sind deshalb lange nicht in Tritt gekommen. Das Zusammenspiel hat nicht gepasst und auch die Chancenverwertung muss deutlich verbessert werden. Aber mit der nötigen Geduld und Konzentration zum Schluss haben wir das Match noch gedreht. Wichtig sind allein die drei Punkte.“

Die Torfolge: 0:1 (1.) Brückner/Dörner/Biddle, 1:1 (5. Benak/Vlach, 2:1 (26.) Vlach (Penalty), 2:2 (27.) Telesz/Münch, 2:3 (36.) Münch/Telesz (5 gegen 3), 3:3 (47.) Adler/Vlach, 4:3 (49.) Kercs/Krieger.

Strafen: EVP acht, Wörishofen zwölf Minuten.

Bericht und Foto: Isi Reinl

HAUPTSPONSOR

EV Pegnitz

NEWS

Consent Management mit Real Cookie Banner